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Ortsfamilienbuch Bad Orb


Gesamtansicht von Orb 1895

Zwei Fachwerkhäuser/ Orb Hauptstraße
Die erste urkundlich Erwähnung "Orbaha" findet sich in einer Urkunde vom 1. Dezember 1059. König Heinrich IV. verleiht dem Kloster Fulda den Wildbann auf einen Forst im Spessart. Die Beschreibung der Grenzen erfolgt anhand der Bäche und Flüsse.( "....dehinc in fluvium Elehenbach et sic in Orbaha et per litus Orbaha ..")

Mit der Schenkungsurkunde König Heinrich IV. aus dem Jahre 1064 wird Orbaha mit der Burg und dem übrigen Zubehör, auch den Salinenbrunnen, an das Kurfürstentum Mainz übergeben. Die enge Verbindung mit Mainz hielt bis 1803.

Während des dreißigjährigen Krieges (1618 – 16489) kam es in Orb zu mehrfachen Plünderungen der schwedischen und der kaiserlichen Truppen, wobei einige Bürger die Überfälle mit ihrem Leben bezahlten. Der Wohlstand der Stadt Orb litt zu dieser Zeit zudem unter den Einquartierungen der Söldner und verursachte der Stadt unglaubliche Kosten. Das Salzwerk war fast vollkommen ruiniert, die Einwohnerzahl sank rapide.
Während der Schwedenbelagerung 1635/36 wurde die Stadt von der Pest heimgesucht.

Auch während der napoleonischen Kriege hatte Orb schwere Opfer zu bringen. Die Not und Armut der Bevölkerung waren nicht mehr zu steigern, wie es in einer Eingabe der Bürgerschaft von Orb und einiger umliegender Orte, hieß.

1814 kam Orb an die Krone zu Bayern. Soviel auch nun für die wirtschaftliche Entwicklung getan wurde, der Wohlstand der früheren Bewohner konnte nach dem Schwedenkrieg, der Pest, der Verstaatlichung des Salinenbetriebes und die französischen Kriege nicht wieder erreicht werden, die Bevölkerung war verarmt.

Im Friedensvertrag zwischen Bayern und Preußen vom 22. August 1866 kam Orb an die Krone Preußen und wurde 1867 übergeben. Ab 1865 verbesserte sich die wirtschaftliche Situation in der Satdt durch die Errichtung der ersten Zigarrenfabrik im Ort. Zuvor, im Jahre 1837 eröffnete der Apotheker Franz Leopold Koch eine Soolbadeanstalt. Diese sollte der Beginn eines erfreulichen Aufschwungs für die Stadt werden.

Bemerkungen / Quellen:

Viele alte Papiere und Bilder, lange aufbewahrt und über einige Generationen weitergegeben, Erzählungen und Notizen, ungeordnet und ungelesen, so begann ich die Zusammenstellung dieser Daten. Es gibt zur Zeit kaum Verbindungen zwischen den aufgeführten Personen, aber es entstand ein Bild über Berufe und das Leben aus Orb zu bestimmten Zeiten.
Auch enthält die Zusammenstellung sicher noch einige Fehler. Das Ofb wird nach und nach vervollständigt.

Quellen:

  • Adreß = und Geschäfts = Handbuch für die Stadt Bad Orb 1914
    Auf Grund amtlicher Erhebungen herausgegeben und verlegt vom Zeitungs =, Reiseführer= und Adressbücher = Verlag „Monachia“ München
    Orbensien Reprint 1986, Verlag Orbensien Edmund Acker, Bad Orb im Spessart
  • Forschungen zur Kulturgeschichte der Stadt Orb von Dr. Karlheinrich Schäfer, Reichsarchivrat, Potsdam, Bad Orb 1930
    Reprint 1985 Herausgegeben vom Bad Orber Geschichts- und Heimatverein Verlag Orbensien
  • Geschichte der Stadt und Saline Orb von Johann Büttel,
    Königlich Bayer. Bezirksthierarzt a. D., Würzburg, Druck von J. M. Richter`s Graph. Kunstanstalt 1901
    Reprint 1978, Verlag Orbensien Edmund Acker Bad Orb
  • Dieter Mollenhauer( Hrsg.) Gregor Kraus Ein Botaniker aus dem Spessart und seine Pflanzen
    2005 Verlag Orbensien Bad Orb im Spessart in Zusammenarbeit mit der Cassebeer – Gesellschaft
  • Heimat – Jahrbücher des Kreises Gelnhausen ab 1949
  • Diözesanarchiv Fulda: Kirchenbücher der kath. Kirchengemeinde Bad Orb
  • Einen besonderen Dank an Achim Freund, der seine umfangreiche Datensammlung zur Verfügung stellt und an Eberhard Strauß für Ergänzungen aus der angrenzender Orten im Spessart.


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Karola Kertel