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Ortsfamilienbuch Edingen

Edingen ist ein Ort im mittleren Dilltal mit ca. 1200 Einwohnern. Als früher selbständige Gemeinde, gehört es seit 1977 als Ortsteil zur Großgemeinde Sinn.

Die Ersterwähnungen Edingens findet in zwei Urkunden aus dem Jahr 1255 statt, in denen auch andere Orte in der Umgebung genannt werden.  Im 15. Jhd. kommt Edingen mit weiteren Dörfern an der Dill zur Grafschaft Solms-Braunfels. 1602 wird die Grafschaft Solms-Braunfels geteilt. Wilhelm I erhält die Burg Greifenstein mit weiteren 20 Dörfern an Dill und Ulm.  Im Jahre 1693 werden die Grafschaften Braunfels und Greifenstein durch Erbschaft wieder vereinigt. 1806 erfolgt die Mediatisierung der Grafschaft und ihre Einbeziehung ins Herzogtum Nassau-Weilburg. Auf dem Wiener Kongreß 1815 wird der Kreis Wetzlar und damit Edingen der preußischen Rheinprovinz zugeschlagen. Mit der Gebietsreform 1932 wird der Kreis Wetzlar aus der Rheinprovinz herausgelöst und Hessen-Nassau angegliedert. 1977 wird im Zug einer weiteren Gebietsreform der Lahn-Dillkreis geschaffen und die Gemeinden Edingen, Fleisbach und Sinn zur Gemeinde Sinn zusammengeführt.

Kirchlich gehörte Edingen bis 1602 zum evangelischen Kirchspiel Dillheim. Dann wurde bei der Entstehung der Grafschaft Solms-Greifenstein eine eigene Pfarrstelle in Greifenstein begründet, zu der Edingen dann ab dem Jahre 1619 endgültig gehört. Die beiden inzwischen selbständig gewordenen Kirchengemeinden haben jedoch weiterhin einen gemeinsamen Pfarrer. Die verschieden Gebietsreformen hatten auf die kirchliche Zugehörigkeit keinen Einfluß. Die Kirchengemeinden Greifenstein und Edingen gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland.

Kirchenbücher sind seit dem Jahre 1625 vorhanden, die für das Ortsfamilienbuch, so weit möglich, ausgewertet wurden. Im ersten Kirchenbuch (1625 – 1688) sind die Eintragungen durch undeutliche Schreibweise und verblaßte Tinte zum Teil unleserlich. Außerdem konnten viele Eintragungen für das Ortsfamilienbuch nicht ausgewertet werden, da sie nicht eindeutig bestimmten Personen zugeordnet werden können, wie z.B. „der alte Köhler von Edingen“ oder Personen, die nur einmal vorkommen und dann nur mit Vornamen genannt sind. Ferner sind in diesem Buch die Geburts- und Sterbefälle nur mit Tauf- und Beerdigungstag eingetragen. Im zweiten Kirchenbuch fehlen offensichtlich in den Jahren etwa 1723 bis 1735 etliche Einträge. Der Nachfolger des damaligen Pfarrers trägt später noch einige Heiraten nach mit der Anmerkung: „In diesen Jahren sind viele so getaufte als copulierte vom zeitl. Pfarrer aufzuschreiben vergessen, als unter anderen: ... „. Auch etliche Geburten sind später offensichtlich nachgetragen worden genauso wie auch die Vornamen vieler Kinder. Bei einigen Kindern ist ein Vorname überhaupt nicht registriert. Das führt zu Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Personen in späteren Heirats- oder Sterbeeinträgen.

Wir haben die Auswertung der Kirchenbücher nach bestem Wissen erarbeitet, aber: nobody’s perfect! Über Anregungen für Ergänzungen und Korrekturen freuen wir uns deshalb.

Quellen:

  • Kirchenbücher der Kirchengemeinde Greifenstein Edingen
  • Chronik „750 Jahre  Edingen“
  • OFB der Orte Aßlar, Kölschhausen, Niedergirmes und Werdorf
  • Nenderother Kirchenbuch

 


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Irene + Ulrich Krieger