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Ortsfamilienbuch Enzweihingen

Enzweihingen, im Mittelalter wurde der Ort Wihingen genannt, wurde 1971 ein Teilort der Kreisstadt Vaihingen an der Enz im baden-württembergischen Landkrreis Ludwigsburg

Enzweihingen liegt rund drei Kilometer östlich der Kernstadt von Vaihingen zwischen Strohgäu und Heckengäu, am Zusammenfluss von Kreuzbach, Strudelbach und Enz auf 200 bis 300 m Höhe. Zum Ort gehören die Weiler Leinfelder Hof und Pulverdingen. Die benachbarten Siedlungen sind (von Nordosten im Uhrzeigersinn) Leinfelder Hof, Oberriexingen, Unterriexingen, Pulverdingen, Schönbühlhof (Markgröningen), Hochdorf, Riet, Aurich und Vaihingen an der Enz.

Die stark befahrene Bundesstraße 10 und ehemalige Heeresstrasse durchschneidet Enzweihingen. Im Osten quert die aus dem Vaihinger Marksteintunnel kommende Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart die Enz auf der 1044 m langen Enztalbrücke und verschwindet bei der ehemaligen Burg Dauseck wieder im Pulverdinger Tunnel.

Im Mittelalter unterstand Enzweihingen dem Ministerialengeschlecht „von Wihingen“.
Dieser von 1152 bis 1524 bezeugte Ortsadel stand im Dienst der Grafen von Vaihingen, die zur Begleichung von Schulden 1339 große Teile ihrer Grafschaft inklusive Vaihingen und Enzweihingen an die Grafen von Württemberg veräußern mussten. Seither zählte das verkehrsgünstig gelegene Dorf zum württembergischen Amt Vaihingen.

Durch seine Lage am Enzübergang der seit der Römerzeit bedeutenden Fernstraße Ulm–Cannstatt–Speyer kam das Dorf zu Wohlstand. In Kriegszeiten geriet diese Standortgunst jedoch zum Nachteil, weil auf der Straße häufig durchziehende Heerscharen ins Dorf kamen und „fouragierten“, das heißt Versorgung erzwangen, oder plünderten: Der Dreißigjährige Krieg und mit ihm Pest und Hunger löschten 70 Prozent der Gemeinde aus. Die um 1690 folgenden „Franzoseneinfälle“ im Zuge des Pfälzischen und des Spanischen Erbfolgekrieges sorgten erneut für verheerende Rückschläge. Beim großen Brand am 12.07.1693 brannten französische Truppen 60 Gebäude nieder dem auch das Pfarrhaus, Kirche und Schulhaus zum Opfer fielen, wobei die Kirchenbücher verbrannten
Den Brand überstanden nur zwei Gebäude „das Große Haus“ von1622 und das Buolsche Haus von 1581.

Enzweihingen hatte bereits 1513 eine Poststation an der von den Taxis (später Thurn und Taxis) betriebenen reitenden Post auf dem Niederländischen Postkurs. Dieser führte von Brüssel, an Worms und Speyer (Rheinhausen) vorbei, über Ulm, Augsburg, Innsbruck und Trient nach Italien. Als erster örtlicher Posthalter ist um 1520 Hieronymus (Jeremias) von Taxis, ein Bruder des späteren Augsburger Postmeisters Seraphin I. von Taxis belegt.

Die Kiesersche Forstkarte von 1682 zeigt einen parallel zur Enzweihinger Steige verlaufenden Postweg Richtung Südosten durchs Pulverdinger Holz. In westlicher Richtung zweigte in Enzweihingen eine Postroute über Pforzheim nach Straßburg ab. Seit 1805 verlief die Strecke Stuttgart–Pforzheim–Karlsruhe der Württembergischen Post über Enzweihingen.

Bis zur Reformation gehörte Enzweihingen zum Landkapitel Vaihingen im Archidiakonat Trinitatis der Diözese Speyer. Die Grafen von Vaihingen verkauften 1348 das ihnen zustehende Patronatsrecht an der Martinskirche, eine spätgotische Westturmanlage mit einem netzgewölbten Chor, dem Deutschen Orden. Nach der gewonnenen Schlacht bei Lauffen im Jahr 1534 kam Herzog Ulrich von Württemberg wieder an die Regierung und setzte sich zum Ziel, die evangelische Konfession gegen kaiserlichen Widerstand landesweit durchzusetzen. Endgültig gelang dies jedoch erst seinem Sohn Christoph, der dem Deutschorden 1553 das Patronat über die Martinskirche abkaufte.

Das Religionsedikt von 1806 änderte wenig am konfessionellen Monopol. Erst durch den Zuzug von Heimatvertriebenen ab 1945 etablierte sich wieder eine katholische Gemeinde am Ort.

Die Datenbank wird von Lutz Trautmann betreut, der auch Korrekturen und Ergänzungen entgegen nimmt.
Kontakt lutz.trautmann@arcor.de




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Lutz Trautmann