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Ortsfamilienbuch Etyek (Weißenburg)

Etyek liegt ca. 25 km südwestl. von Budapest im Komitat Fejér / Weißenburg.

Nachbargemeinden sind Herczeghalom (nördlich), Bia und Torbagy (nordöstlich), Budaörs (östlich), Sóskút (süddöstlich), Gyúró und Gyúróipuszta (südlich), Val und Tabajd (südwestlich), Alcsútdoboz und Felcsút (westlich), Bicske (nordwestlich).

Literatur:
In ihrem Buch mit dem Titel „Etyek - Edeck“ haben Irmhild Günther und Otfried Kies den Ort und dessen Einwohner ausführlich beschrieben. Das Buch gibt es in folgenden Bibliothe-ken:

  • Rottenburg, Diözesanbibliothek
  • Stuttgart, Haus der Heimat, Württ. Landesbibliothek, Institut für Auslandsbeziehungen
  • Sindelfingen, Haus der Donauschwaben
  • Tübingen, Institut für Donauschwäbische Geschichte

Internet
https://de.wikipedia.org/wiki/Etyek
http://webetyek.hu/ (leider nur ungarisch)

Quellenlage
Die Kirchenbücher von Etyek beginnen 1723. Die erste Taufe hat der Pfarrer am 31.01.1723 in das Kirchenbuch eingetragen, die erste Heirat am 17.01.1723 und den ersten Todesfall am 09.02.1723.
Im Kirchenbuch sind auch Eintragungen von Menschen, die in den Filialen Bothpuszta, Haromrosza, gelebt haben. Ferner finden sich einzelne Nachträge, die der Pfarrer nach den letzten Einträgen im Dezember vorgenommen hat. Dies bestätigt meinen Eindruck, dass nicht alle kirchliche Handlungen ins Kirchenbuch eintragen wurden. Es gibt einige Sterbefälle von Kindern, zu denen es keine Taufen gibt.

Im Kirchenbuch tauchen häufiger die Berufsbezeichnungen opilo (Schäfer) oder opilio famulus (Schäferknecht) auf. Daneben gibt es auch noch öfter den Beruf lapicida (Steinmetz). Diese beiden Berufe scheint es in Etyek öfter gegeben zu haben, als in anderen von mir verkarteten Orten. Dies kann darauf hindeuten, dass die Rahmenbedingungen zur Ausübung dieser Berufe in Etyek günstig waren. Möglich ist aber auch, dass der Etyeker Pfarrer öfter die Berufe eingetragen hat, als seine Amtskollegen.

Im Sommer 1806 muss es in der Umgebung eine kriegerische Auseinandersetzung gegeben haben. Im KB sind einige Todesfälle von Soldaten eingetragen.

Hilfreiche Quellen waren neben den Kirchenbüchern auch verschiedene Visitationsprotokolle, insbesondere das von 1745. Zwar fehlen die Altersangaben, dafür waren aber überwiegend der Geburtsnamen der Ehefrauen angegeben. Dies ist ungewöhnlich, da die Pfarrer bei verwitweten Frauen häufig den Name des (letzten) Ehemannes aufgeschrieben. Dies war zumindest in den von mir erforschten Kirchenbüchern oft so. Dadurch konnte ich relativ viele Namen bei Wiederverheiratungen zuordnen.

Ortsfamilienbuch

Das vorliegende Ortsfamilienbuch wurde aus den verfilmten und kopierten Kirchenbüchern mit dem Programm GenPlus Win von Gisbert Berwe vom Beginn der Eintragungen im Kirchenbuch bis 1830 erstellt. Neben den Informationen aus verschiedenen Kirchenbüchern habe ich auch von Forscherkolleginnen und –kollegen, aus gedruckten Ortsfamilienbüchern Daten erhalten und verarbeitet. Die jeweilige Quelle habe ich angegeben.

Sofern in den Kirchenbüchern kein Alter genannt wurde, habe ich folgende Annahmen getroffen:

  • Bräutigam bei Heirat bzw. Vater beim ältesten Taufeintrag, 20 Jahre alt,
  • Braut bei der Heirat bzw. Mutter beim ältesten Taufeintrag, 20 Jahre alt.

Bei Ehefrauen, bei denen der Pfarrer den Geburtsname nicht im Kirchenbuch eingetragen hat, habe ich den Namen des Ehemannes verwendet mit dem Zusatz „Geburtsname unbekannt“.
Hat eine Witwe wieder geheiratet, hat der Pfarrer oft (besonders vor 1800) den Familiennamen des vorherigen und/oder des ersten Mannes eingetragen. Um den Geburtsnamen zu kennen, habe ich versucht, die erste Heirat zu finden. Dies ist mir zwar häufig gelungen, leider aber nicht immer.
Die Familien- und Vornamen habe ich an die heute übliche Schreibweise angepasst, um doppelte Datensätze so gering wie möglich zu halten. Die Familiennamen habe ich auch in der vom Pfarrer verwendeten Schreibweise angegeben. Nachdem die Vornamen zeitweise in der lateinischen, zeitweise in der ungarischen Schreibweise im Kirchenbuch zu finden sind, habe ich mich für die deutsche Schreibweise entschieden (z.B. Istvan = Stefan, Janos = Johannes, Carolus = Karl, Catharina = Katharina, Antonius = Anton usw.).

Obwohl ich mir große Mühe gegeben habe, gehe ich nicht davon aus, dass sich keine Fehler eingeschlichen haben. Wenn ein aufmerksamer Leser solche feststellt oder Familiendaten ergänzen kann, bin ich ein dankbarer Abnehmer. Besonders freue ich mich über Ergänzungen, wenn Personen des OFB in anderen Orten geheiratet haben oder gestorben sind.




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Pfeil Lage, Stadtplan Etyek
:: Kontakt
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Roland Schütt