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Familiendatenbank Harburg-Süd
Familienbericht


Wilhelm August Heinrich MARQUARDT
* 01.12.1899 in Wümme
+ 14.01.1994 in Immenbeck
Es gibt (eine) ähnliche Person(en) in anderen OFBs.
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Bemerkungen:(notes)
begraben: 20.01.1994 in Immenbeck
Verfasser der Marquardt-Chronik
Wilhelm August Heinrich Marquardt (199), geb. 01.12.1899 in Wümme Krs. Harburg , gest. 14.01.1994 in Immenbeck.
Verheiratet mit Anna Grohbrüg, am 21.07.1927 in Hittfeld,( 21.04.1902 in Hittfeld - 01.08.1985 in Immenbeck).
Wilhelm Marquardt, hat die Familienchronik der Sippe Marquardt-Hasselhorst verfasst.
Er besuchte die Schule in Immenbeck, die Realschule in Buxtehude, Präperanda und Seminar in Stade. Vom 18.06.1917 bis 02.09.1918 war er zum Heeresdienst eingezogen, wurde beim 92. Infanterie-Regiment in Braunschweig ausgebildet und kam an die Westfront zum Füsilier-Regiment 73 (Hannover). In der von dem späteren Schriftsteller Ernst Jünger geführten 7. Kompanie war er bis zu seiner Gefangenennahme bei Cagnicourt zwischen Cambrai und Arras (Somme-Gebiet) Gefechtsläufer und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Als Kriegsgefangener kam er zunächst nach Abbeville, darauf in die P.O.W.-Kompanie 225, die als Arbeitskompanie bei Gaudiempre und Essars ( Umgegend von Arras) eingesetzt wurde. Nach seiner Entlassung in die Heimat setzte er seine Ausbildung zum Volksschullehrer in Stade fort, wo er im Juni 1921 seine 1. Lehrerprüfung bestand. Als junger Lehrer mit Befähigung zum Organistendienst war er vertretungsweise nacheinander in folgenden Orten des Lüneburger Bezirks tätig : Immenbeck, Barum/Uelzen, Krummasel/Lüchow, Bahrendorf/Dannenberg, Salzhausen, Tetendorf/Soltau, Hittfeld, Immenbeck, Lüneburg, Hittfeld und zuletzt wieder in Immenbeck. Von 1926 bis 1933 war er nebenamtlicher Kreisjugendpfleger im Kreis Harburg und Gaujugendwart im Unterelbegau der Deutschen Turnerschaft.
In Fremdsprachen bildete er sich während dieser Zeit durch Teilnahme an Vorlesungen und Übungen in den Seminaren für germanische und romanische Sprachen als Gasthörer an der Hamburger Universität weiter. Im Jahr 1925 weilte er drei Monate zum Studium in London, 1926 zu einem Kursus für französische Sprache in Paris.
Im Mai 1933 wurde Wilhelm M. Mitglied der National-Sozialistischen Deuten Arbeiter-Partei. (NSDAP). Als im Jahr 1934 der Landrat des Kreises Harburg, Ritzler, sich entschloß, einen jährlich erscheinenden Kalender für den Kreis Harburg herauszugeben, bat er Wilhelm M. , die Schriftleitung zu übernehmen. Nachdem die 1. Auflage des neuen " Harburger Kreiskalenders" 1935 erschienen war, wurde der Schriftleiter seitens der Gauleitung der Partei gebeten, in der neugegründeten Kulturgemeinde das Aufgabengebiet " Volkstum und Heimat" für den Gau Osthannover (etwa die Regierungsbezirke Lüneburg-Stade) zu übernehmen. Deshalb erfolgte eine 2jährige Beurlaubung aus dem Schuldienst und nach Ablauf dieser Zeit die Versetzung nach Lüneburg. Seiner wartete dort ein umfangreiches und äußerst interessantes Arbeitsgebiet, das alle Aufgaben für die Heimat umfasste : Volkstum, Schrifttum, Musik, Laienspiel, Museen, Forschung, Zeitungswesen usw.
Am 26.08.1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen, kam mit einer pferdebespannten Kolonne des Divisions-Nachschubführer an die Westfront und machte als Unteroffiozier den Feldzug durch Luxemburg, Südbelgien, durch die Champagne bis Moulins in Mittelfrankreich mit. Zurückgerufen in die Heimat, wurden ihm nach und nach zahlreiche Arbeiten und viele Ämter übertragen, deren Inhaber zum Kriegsdienst eingezogen worden waren. Mehr oder weniger kam jedoch die gesamte Arbeit auf dem Gebiet der Heimat- und Volkstumpflege während des Krieges zum Erliegen.
Nachdem Deutschland am 08.05.1945 bedingungslos die Waffen gestreckt hatte, wurde Wilhelm M. einige Tage später in Immenbeck festgenommen und kam über das Konzentrationslager Westertimke nach Fallingbostel. Diese Zeit endete mit einer Gerichtsverhandung vor einer Spruchkammer in Bomlitz bei Walsrode. Wilhelm M. wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde am Tag danach, am 18.Juni 1948, entlassen und nahm zuerst die Stellung eines Landarbeiters an, die damals als sog. " niederer Dienst" vom Arbeitsamt aus bezeichnet wurde. Vom Herbst 1948 bis Ende Januar 1952 war er im Geschäft seiner ältesten Schwester Helene (Lenchen) in Großheere, bei Hildesheim, tätig.
Anfang Mai 1952 kam er wieder in den Schuldienst, zuerst auf sechs Jahre als Englischlehrer und Ordinarius von Begabtenklassen nach Hittfeld.
Schon im nächsten Jahr wurde Wilhelm M. gebeten, noch einmal die Schriftleitung des wieder ins Leben zu rufenden " Harburger Kreiskalenders" zu übernehmen. Fast gleichzeitig erfolgte seine Ernennung zum ehrenamtlichen Kreisarchivpfleger und zum 01.04.1958 seine Berufung zum Schulleiter nach Immenbeck.
Bis zur Veröffentlichung dieser Chronik unserer Familie, an der der Verfasser seit dem Jahre 1924 arbeitete, wurden ihm wieder viele Ämter und Aufgaben übertragen, von denen hier erwähnt sein mögen : Vorsitzer des Lehrerverein Hollenstedt, Mitglied im Kreispersonalrat der Volksschullehrer, Vorsitzer im Schulzweckverband Immenbeck-Ovelgönne, Beauftragter für Naturschutz- und Landschaftspflege für den Geestrand zwischen Este und Hamburg-Fischbeck, Dozent für Plattdeutsch an der Volkshochschule in Buxtehude, Beiratsmitglied im Niedersächsischen Heimatbund,( Sitz Hannover), 1. Vorsitzender der Freudenthal-Gesellschaft e.V. (Sitz Rotenburg/Wümme), Ratsherr in Immenbeck seit 1960 bis zur Gebietsreform 1972, Abgeordneter des Harburger Kreistrages seit 1964 bis 1972. Er war Mitarbeiter am Niedersächsischen Wörterbuch ( Universität Göttingen) Vorstandsmitglied im Museumsverein Harburg Stadt und Land ( Helms-Museum Harburg und Kiekeberg) , Mitarbeiter für den Phänologischen Wetterdienst, Sitz Offenbach/Main, und gehörte der Arbeitsgemeinschaft der Heidefloristen für den Regierungsbezirk Lüneburg an. In Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte er eine große Zahl von überwiegend heimatkundlichen Aufsätzen.
An umfangreichen Schriften und an Büchern sind zu nennen :
1. Die Harburger Kreiskalender der Jahrgänge 1935-1941 und der Wiedererscheinung 1954 bis 1982.
2. Sagen, Märchen und Geschichten des Kreises Harburg, 2 Bände, 1960/1963
3. Vom Mosidi- und Bardengau zum Kreis Harburg , 1961
4. Wissenwertes aus dem Naturschutzpark Lüneburger Heide, ein Führer durch den Wilseder Heidepark, 1962
5. Unser Naturschutzpark in der Lüneburger Heide, 1961
6. 225 Jahre J.C.Leddin, Rats- und Einhornapotheke Buxtehude, 1959
7. Budde-Marquardt, Friedrich Freudenthal, eine Auswahl aus seinen Werken, 1950
8. Friedrich Freudenthal, eine Auswahl aus seinen Werken für die Schulen, 1939
9. Heinrich Hoffmann v. Fallersleben, 100 jährige Wiederkehr des Deutschlandliedes , Auswahl für die Schulen,1941
10. Friedrich Freudenthal, Wied und sied, 1964
11. Allerhand in dree Spraken,
12. An'n olen Dörpsbeek, 1965
13. Ortschronik, Die Harburger Geestdörfer der Stadt Buxtehude, mit den Ortschaften Immenbeck, Ovelgönne, Ovelgönner Moor, Ketzendorf, Eilendorf, Eilendorfer Moor, Pippensen, Daensen, Heimbruch, 1981,
14. Ortschronik Helmstorf 1982
15. Ortschronik Bötersheim, Drestedt ,Kakenstorf, Trelde, 1979,
16. Ortschronik Sprötze, 1977
17. Ortschronik Bendestorf, 1970,
18. Ortschronik Lindhorst, 1990
19. Ortschronik Hollenstedt, mit den Ortsteilen Emmen, Ochtmannsbruch, Staersbeck, Wohlesbostel, 1986
20. Ortschronik Halvesbostel mit Holvede, Regesbostel, Holtorfsbostel und Rahmstorf 1989
21. Ortschronik Neu Wulmstorf ( 4 Bände) mit den Ortschaften Neu Wulmstorf, Wulmstorf, Rade, Daerstorf, Rübke, Elstorf, Schwiederstorf, Mienenbüttel, Ardestorf, 1978-1986
22. Ortschronik Rosengarten, (3 Bände) mit den Ortschaften Leversen, Sieversen, Tötensen, Westerhof, Alvesen, Ehestorf, Sottorf, Vahrendorf, Ekel, und Klecken, 1984-1988 .
23. Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Immenbeck, (in Sütterlinschrift).
24. Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Ovelgönne-Ketzendorf,(in Sütterlinschrift).
25. Chronik der Kriegerkameradschaft Immenbeck,( in Sütterlinschrift).
26. Chronik des Hauses Immenbeck 5, ( in Sütterlinschrift).
27. Schulchronik der Schule Immenbeck, ( in Sütterlinschrift).
zum 31.03.1965 wurde Wilhelm Marquardt in den Ruhestand versetzt.
Aus der Ehe mit Anna Grohbrüg, 7 Kinder, 19 Enkelkinder, 19 Urenkel.
Familien (families) Kinder (children)
1.Ehegatte:
(1st spouse)
Anna GROHBRÜG
* 21.04.1902 in Hittfeld
+ 01.08.1985 in Immenbeck
oo 21.07.1927 in Hittfeld
Magdalene Wilhelmine MARQUARDT * 1928 in Immenbeck, + 2010 in Nindorf Krs. Harburg
Ursula MARQUARDT * 1930 in Immenbeck, + 2013 in Norderstedt
Tochter
Sohn
Sohn
Tochter
Sohn
 Bemerkungen:(notes)
weitere Angabe für geheiratet: 28.07.1927
weitere Angabe für geheiratet: Hittfeld
Eltern (parents) Geschwister (siblings)
Vater:
(father)
Karl Heinrich Wilhelm MARQUARDT
* 06.12.1874 in Wardböhmen
+ 11.09.1954 in Immenbeck
Carl Heinrich MARQUARDT * 1901 in Immenbeck, + 1969 in Königsmoor
Heinrich Karl Wilhelm MARQUARDT * 1902 in Immenbeck, + 1943 in Woronesch Rußland
Walter Friedrich Wilhelm MARQUARDT * 1903 in Immenbeck, + 1942 in Roslawl (Rußland)
Helene Augstewilhelmine MARQUARDT * 1906 in Immenbeck, + 1976 in Groß Heere
Otto Wilhelm MARQUARDT * 1907 in Immenbeck, + 1963 in Bergedorf
Anna Wilhelmine Auguste MARQUARDT * 1908 in Immenbeck, + 1996 in Cuxhaven
Wilhelmine Anna Luise MARQUARDT * 1910 in Immenbeck, + 1994 in Amelsen
Kurt MARQUARDT * 1911 in Immenbeck, + 1974 in Porz Köln
Mutter:
(mother)
Elise Louise Auguste KOTHE
* 05.05.1879 in Fischbeck-Scheideholz
+ 18.06.1947 in Immenbeck

Quellen:(sources)
Wilhelm Marquardt (Titel: Familienchronik Marquardt Hasselhorst), S.=248 bis 251
letzte Änderung: 02.02.2014


:: Hinweis
In diesem Familienbericht sind alle Informationen über Wilhelm August Heinrich Marquardt zusammengefasst. Die aufgeführten Namen sind (sofern sie nicht dem Datenschutz unterliegen) mit Hyperlinks unterlegt und führen zu den Familienberichten der angewählten Personen
:: Kontakt
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Albert Emmerich


Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e.V.


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