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Ortsfamilienbuch Friedberg (Hessen)

Ersterwähnung der Reichsburg datiert von 1216

Urkundliche Ersterwähnung der Burg Friedberg 1216

Um 1170 erfolgt die planmäßige Gründung von Reichsburg und Reichsstadt Friedberg durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Rahmen des Ausbaus der Wetterau zu einem Reichsterritorium. Die urkundliche Ersterwähnung der Reichsburg datiert von 1216, die der Reichsstadt von 1219.

Bis zur Reformation 1552 existieren sie als reichsunmittelbare Gemeinwesen nebeneinander. Die Stadt erlangt überregionale Bedeutung im 13. und 14. Jahrhundert durch die exportorientierte Tuchproduktion.

Friedberg ist für damalige Verhältnisse eine kleine Mittelstadt mit 3000 Einwohnern und einer großen Judengemeinde. Mit dem Zusammenbruch der Messen sinkt Friedberg im 15. Jahrhundert zur Kleinstadt mit Reichsprivilegien ab und gerät immer stärker in den Zugriff der benachbarten Burg.

Die Reichsburg Friedberg steht im 15. Jahrhundert auf dem Höhepunkt ihrer Macht. 100 Burgmannen bilden die Burghut und sie ist mit Sitz und Stimme im Reichstag vertreten. Ab dem 17. Jahrhundert entwickelt sich die Burg zur Residenz eines kleinen souveränen Staates. Als exklusive Gemeinschaft von Niederadeligen bildet sie eine in Deutschland einzigartige Adelskorporation.

Kupferstich von Matthaeus Merian d.Ä.: Burg und Stadt Friedberg 1646

Burg und Stadt Friedberg 1646, Kupferstich von Matthäus Merian d.Ä.

1803 fallen die Stadt und 1806 die Burg an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt.

1829 wird Friedberg Kreisstadt. 1834 werden Burg und Stadt zur Gemeinde Friedberg mit rd. 3400 Einwohnern vereinigt, ab 1837 bilden sie eine gemeinsame Pfarrgemeinde.

1901 wird das benachbarte Dorf Fauerbach eingemeindet. Im gleichen Jahr führt Friedberg die Städteordnung ein.

1952 erfolgt die Einführung der Magistratsverfassung.

Stadzkirche Friedberg 2002

Stadtkirche Friedberg (Foto: Dietrich Skrock, 2002)

1972 werden im Zuge der Neugliederung der Landkreise und Gemeinden die umliegenden Dörfer Bauernheim, Bruchenbrücken, Dorheim, Ockstadt und Ossenheim nach Friedberg eingemeindet.

Seit 1972 ist Friedberg die Kreisstadt des Wetteraukreises.

Heute hat Friedberg ca. 28.000 Einwohner.

Bedeutende Persönlichkeiten, die aus Friedberg stammen sind die beiden Büchnerpreisträger Henry Benrath und Dr. Fritz Usinger, der Diamantenkönig Sir Ernest Oppenheimer, Ernst E. Hirsch, Rechtsgelehrter an den Universitäten Frankfurt, München Berlin und Istanbul sowie der Journalist, Autor und Filmemacher Wolf Schmidt, besser bekannt als „Babba Hesselbach“.

Berühmte Gäste sind der letzte Zar von Russland, Nikolaus II. mit Familie 1910 sowie von 1958 bis 1960 Elvis Presley, der als Soldat in den Ray Barracks stationiert war.

Frau Brigitte Zuckerstätter bearbeitete seit 1993 als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Stadtarchiv Friedberg die alten Friedberger Kirchenbücher der Evangelischen Gemeinden Burg und Stadt Friedberg, die von 1583 bis 1779 bzw. 1782 parallel geführt wurden. Als Ergebnis wurde im Jahr 2008 als Band 4 der „Schriften des Stadtarchivs Friedberg“ ein vierbändiges Familienbuch veröffentlicht, das inzwischen vergriffen ist.

Anschließend wertete sie die folgenden Kirchenbücher bis 1875 aus, also bis zur Einführung der Standesregister 1876. Seit Januar 2014 ist das Familienbuch der Evangelischen Kirchengemeinden von Burg und Stadt Friedberg für die Zeit von 1583 bis 1875 unter genealogy.net als OFB Friedberg frei verfügbar ins Internet gestellt.

Literaturhinweise in Auswahl

  • Barnas, Carl: Bürgerwappen in Friedberg, in: Friedberger Geschichtsblätter, Bd. 9, Friedberg 1931, S. 1-112.
  • Dieffenbach, Philipp: Geschichte der Stadt und Burg Friedberg in der Wetterau, Darmstadt 1857.
  • Eckhardt, Albrecht: Die Burgmannen – Aufschwörungen und Ahnenproben der Reichsburg Friedberg in der Wetterau 1473-1805, in: Wetterauer Geschichtsblätter, Bd. 19, Friedberg 1970, S. 133-169.
  • Friedberg in Hessen. Die Geschichte der Stadt. Hrsg.: Michael Keller.
    Bd. 1: Von den Anfängen bis zur Reformation. Wetterauer Geschichtsblätter; Bd. 44, Friedberg 1997.
    'Bd. 2: Rack, Klaus-Dieter: Vom dreissigjährigen Krieg bis zum Ende des Alten Reichs. Wetterauer Geschichtsblätter, Bd. 45, Friedberg 1999.
  • Herrmann, Fritz H.: Neubürger der Freien Reichsstadt Friedberg 1605-1803. in: Wetterauer Geschichtsblätter, Bd. 14, Friedberg 1965, S. 61-95.
  • Hessisches Lehrerbuch. Vierter Teil: Souveränitätslande und acquirierte Gebiete. Bearbeitet von Wilhelm Diehl und Otfried Prätorius. Hassia sacra; Bd. XII, Darmstadt 1951.
  • Hoos, Hans-Helmut: Kehillah Kedoschah – Spurensuche. Geschichte der jüdischen Gemeinde Friedberg, 2. erg. u. überarb. Aufl., Frankfurt a.M. 2009.
  • Nicolai, Friedrich: Trauungen in Friedberg von 1583 bis 1807, bei denen eine oder beide Personen nicht ortsansässig waren, in: Friedberger Geschichtsblätter, Bd. 14, Friedberg 1939-1942, S. 149-298.
  • Prätorius, Otfried: Friedbergs Bevölkerung im Jahre 1581 nach dem „Glückshaffen“, in: Friedberger Geschichtsblätter, Bd. 9, Friedberg 1931, S. 161-173.
  • Pfarrer- und Schulmeisterbuch für die acquirierten Lande und die verlorenen Gebiete. Hrsg. von Wilhelm Diehl. Hassia sacra; Bd. VII, Darmstadt 1933.
  • Rack, Klaus-Dieter: Die Burg Friedberg im Alten Reich. Studien zu ihrer Verfassungs- und Sozialgeschichte zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert, Darmstadt 1988, in: Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 72.
  • Rack, Klaus-Dieter: 1225 Jahre Dorheim. Geschichte und Geschichten eines alten Dorfes von 775 bis heute. Schriften des Stadtarchivs Friedberg (Hessen); Bd. 1, Hrsg. von Katja Augustin, Friedberg 2000.
  • Rady, J. B.: Chronik von Ockstadt, Friedberg 1893.
  • Schmidt, Karl: Verzeichnis merkwürdiger Männer, die geborene Friedberger waren, Friedberg 1930.
  • Urkundenbuch der Stadt Friedberg, Erster Band. 1216-1410. Bearbeitet von M. Foltz, Marburg 1904, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, III,1.
  • Urkundenbuch der Stadt Friedberg, Zweiter Band. Die Reichsburg Friedberg im Mittelalter. Regesten der Urkunden 1216 – 1410. Bearbeitet von Thomas Schilp, Marburg 1987, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, III,2.
  • Waas, Christian: Die Chroniken von Friedberg in der Wetterau, Bd. 1-3, Friedberg 1937, 1940, 1963.
  • Zuch, Rainer: Burg Friedberg, Regensburg 2011. Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa Bd. 28.
  • 1200 Jahre Bauernheim 778-1978. Aus der Geschichte eines Wetterau-Dörfchens. Bearbeitet von Dieter Wolf, Friedberg 1978.
  • 1225 Jahre Bauernheim 778-2003. Chronik eines Wetterauer Dörfchens in Zahlen und Fakten mit besonderem Blick auf die letzten 25 Jahre. Schriften des Stadtarchivs Friedberg (Hessen); Bd. 2, Hrsg. von Katja Augustin, Friedberg 2003.
  • 1200 Jahre Dorheim. Beiträge zur Vergangenheit und Gegenwart eines Friedberger Stadtteils, Friedberg 1975.
  • 1200 Jahre Ossenheim. Ein Dorf im Spiegel der Geschichte. Schriften des Stadtarchivs Friedberg (Hessen); Bd. 3, Hrsg. von Katja Augustin, Friedberg 2007


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Brigitte Zuckerstätter