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Familiendatenbank Hackenwalde (Kreis Naugard in Hinterpommern)

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Die ehemalige altlutherische Kirche in Hackenwalde im Jahre 1999
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Da in Hinterpommern infolge der Kriegsereignisse und der damit verbundenen Flucht und Vertreibung der dort über 700 Jahre ansässigen deutschen Bevölkerung Kirchenbücher und Standesamtsunterlagen größtenteils verloren gegangen sind, stellt sich heute die schwierige Aufgabe der Rekonstruktion der nicht mehr verfügbaren Dokumente.
In einigen hinterpommerschen Kreisen (Cammin, Usedom-Wollin, Greifenberg, Naugard und Regenwalde) stellte die Konfessionsgemeinschaft der Altlutheraner  eine nicht unbedeutende religiöse Kraft dar.
Über die Geschichte der einzelnen Gemeinden gibt es nur wenige Berichte, da die Altlutheraner nicht nur durch die Besonderheiten ihrer religiösen Anschauungen, sondern auch in ihrem Alltagsleben von der größeren unierten Landeskirche weitgehend isoliert waren. Dazu trugen besonders in der Mitte des 19. Jahrhunderts staatliche Repressionen bei, die in manchen Orten zu einer dauernd anhaltenden Spannung zwischen beiden Kirchen führten. Aus diesem Grunde erfasst dieses OFB auf der Grundlage des Kirchenbuchs Pribbernow/Hackenwalde im Staatsarchiv Stettin  nur einen Ausschnitt der dort ansässigen Bevölkerung.  Es enthält darüber hinaus auch viele Angaben von Personen aus benachbarten Orten, insbesondere in den Kreisen Cammin und Naugard und in der näheren und weiteren Umgebung von Hackenwalde.
In den in den hier ausgewerteten Jahrgängen des Kirchenbuchs ist eine Reihe von Auswanderern nach Nordamerika (besonders in den Bundestaat Wisconsin) zu finden.

Die vorgestellte Übersicht basiert in erster Linie auf der Kopie des Kirchenbuchs Pribbernow/Hackenwalde von 1836-1871. Weitere Quellen sind weiter unten aufgeführt.

Bis 1846 wurde Hackenwalde  von Pastoren verschiedener Nachbargemeinden betreut. Deren Namen finden sich bei den Taufeinträgen dieses Zeitraums. Von 1846 bis 1880 amtierte Pastor Ludwig Odebrecht (geb. 25.12.1805 in Zicker/Rügen, verst. 22.3.1884 in Mühlhausen/Thüringen). Bis 1913 gehörte Hackenwalde zum Pfarrbezirk Stettin, anschließend zusammen mit Regenwalde zum neu gebildeten Pfarrbezirk Naugard-Gollnow.
1945 löste sich die Gemeinde auf und ihre Mitglieder, soweit sie den II. Weltkrieg überlebt hatten, wurden über ganz Deutschland verstreut.

Jeder Hinweis zur Vervollständigung bzw. Korrektur des OFB an den Verfasser wird dankbar entgegen genommen.

Quellen:

Kirchenbücher

  • Altlutherische Gemeinde Pribbernow/Hackenwalde: Taufen ab 1836, Trauungen ab 1841, Beerdigungen ab 1842, Konfirmationen ab 1845. Verbleib: LDS-Film 0905026, im Staatsarchiv Stettin.

Weitere Literatur

  • Clemens, Lieselotte (1976): Die Auswanderung der pommerschen Altlutheraner in die USA. Hamburg.
  • Iwan, Wilhelm (1943): Die Altlutherische Auswanderung um die Mitte des 19. Jahrhunderts. 2 Bände. Ludwigsburg.
  • Klän, Werner (1996): Selbständige evangelisch-lutherische Kirchen östlich von Oder und Neiße – eine Zwischenbilanz. Oberurseler Hefte 30.
  • Reimer, Michael (2007): Zur Bildung von altlutherischen Gemeinden in Pommern. Sedina-Archiv 54, S. 139-144.
  • Wallschläger, Dieter & Dankwart Kliche (2008): Die evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche in Pommern und ihre Pastoren 1830 bis 1945. Sedina-Archiv 54,  S. 183-194.
  • Weicker, Martin (1897): Bewegte Zeiten. Elberfeld. (http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/58980/3/cache.off)


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Hans-Dieter Wallschläger


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