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Ortsfamilienbuch Heek

Geschichtliche Entwicklung der ehemaligen Gemeinde Heek

Das Gebiet der Gemeinde Heek war schon viele Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung besiedelt, was die zahlreichen Urnenfunde beweisen. Die Bewohner wählten zur Ansiedlung vorzugsweise sandige Höhen, die von Heideflächen und Niederungen umgeben und in unserer Gegend in reichem Maße vorhanden waren.
Der Ortsname dürfte abgeleitet sein von Eiche, zumal der Sage nach hier eine berühmte Eiche gestanden hat, die von unseren Vorfahren verehrt wurde. St. Ludgerus habe dieselbe gefällt und an dieser Stelle eine Kirche errichtet.
Urkundlich erwähnt wird die Pfarrei 1256. Die Kirche in Heek ist diesem Heiligen geweiht. Das Mittelschiff stammt zum Teil aus der Zeit um 1250. Um 1300 wurde es in frühgotischen Formen umgebaut, während der Chor 1504-1522 erbaut und der Kirchturm 1837 neu errichtet wurde. Das „wundertätige“ romanische Kreuz von Heek aus der Zeit um 1200 bildete bis um 1850 einen Gegenstand großer Verehrung und gab zu Wallfahrten Veranlassung.
Im Jahre 1198 erbaute Bischof Hermann II im nördlichen Teil der heutigen Gemeinde Heek die Burg Castrum Novum (neue Burg), wodurch der Ortsname Nienborg entstand.
Seit 1177 kommen die „Herren von Heek“ als bischöfliche Ministerialen vor.
Ein Nachkomme dieses Geschlechts war Alexander Hegius (Alexander von Heek), ein berühmter Humanist der damaligen Zeit (geb. um 1433, gest. 1498).
Als  zweite Berühmtheit Heeks ist der 1602 geborene Nicolaus Schaten (gest. 1676) zu erwähnen, der sich größere Verdienste um die westfälische Geschichte erwarb und bedeutende theologische Schriften veröffentlichte.
1803 kam Heek nach Aufhebung des Fürstbistums Münster an die Grafschaft Salm Horstmar, 1806 an das Großherzogtum Berg, 1810 an das Kaiserreich Frankreich und nach den Befreiungskriegen an Preußen. Von 1816 – 1974 gehörte Heek zum Kreis Ahaus.
Noch bis etwa 1880 gaben große Heideflächen der Landschaft das Gepräge.
Da keine Verdienstmöglichkeiten bestanden, fing man an, Schafzucht zu betreiben und die Schafwolle zu Garn zu verarbeiten. Dazu baute man auch Flachs an und erlernte die Herstellung von Leinen. Aus der Hausweberei entwickelte sich später eine blühende Textilindustrie. Nach Stilllegung derselben im Jahre 1933 wanderten etwa 400 Arbeiter in fremde Industrien.
Dem Ersten Weltkrieg 1914 – 1918 fielen 87 und dem Zweiten 1933 – 1945 fast 150 Söhne unserer Gemeinde zum Opfer. 

Geschichtliche Entwicklung der ehemaligen Gemeinde Nienborg

Die Bischöfe von Münster hatten, als das Herzogtum Sachsen Heinrich dem Löwen abgesprochen war, weltliche Macht erhalten. Diese musste gegen die benachbarten, selbständigen Adelsgeschlechter verteidigt werden.
Der damalige Fürst und Bischof Hermann II, Graf von Katzenellenbogen, fand im heutigen Ortsteil Nienborg 1198 ein günstiges Gelände, um seine stärkste Landesburg zu errichten. Das Sumpfgebiet der Dinkel bot der Burg einen natürlichen Schutz. Diese Burg erhielt den Namen „Castrum Novum“, d.h. neue Burg im Hinblick auf die bereits bestehenden älteren Burgen.
Aus dieser Beziehung entwickelte sich über Nyenborch, Nienborch, Nienburg der heutige Ortsname Nienborg.
Die Landesburgen wurden von Burgmännern und ihren Reisigen verteidigt. Die Nyenborch hatte viele Jahre hindurch an die 30 Burgmannssitze, während andere Burgen nur 10 – 20 Sitze besaßen.
Jahrhunderte lang hatte so die Nyenborch eine überragende Bedeutung genossen. Vom 16. Jahrhundert an verlor sie jedoch immer mehr an strategischer Bedeutung.
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts besaßen zahlreiche Burglehen die Landtagsfähigkeit.
Neben der Burg war durch die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten ein Ort entstanden, der 1308 erstmals erwähnt wird und ebenfalls befestigt war. Bereits um 1350 war die Entwicklung zur Stadt erfolgt. 1378 wurden die Rechtsverhältnisse zwischen der Burg und der Stadt festgelegt.
Um 1700 wohnten nur noch einige Burgmänner in Nienborg. An Burgmannshäusern sind noch vorhanden das „Hohe Haus", das „Lange Haus" und der so genannte „Burgmannshof", die Kepppelborg.
Nienborg zählt heute ca. 2.600 Einwohner

Gegenwärtige Situation:

Die heute rund 8.500 Einwohner zählende, 6.902 ha große Gemeinde Heek liegt an der Entwicklungsachse der B 70 nahe der holländischen Grenze zwischen den Mittelzentren Ahaus und Gronau.
Im Zuge der Neugliederung im alten Kreis Ahaus schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Heek und Nienborg in kluger Voraussicht auf freiwilliger Basis 1969 zusammen.
Somit konnte die folgende gesetzlich verordnete Neugliederungswelle ohne nennenswerte Substanzverluste überstanden werden.
Beide Ortsteile der heutigen Gemeinde Heek blicken wie dargestellt auf eine geschichtsträchtige Vergangenheit zurück.
Beide verfolgten bis zum Zusammenschluss zielstrebig eine eigene Entwicklung. Das Eigenleben der früher selbstständigen Gemeinden setzt sich bis in die Gegenwart fort, wenngleich die grundlegenden Planungen gemeinsam verfolgt werden.
Die Infrastruktur der Gemeinde Heek wurde in den vergangnen Jahren ausgebaut und verbessert. Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Einrichtungen für Jugendliche wurden fertiggestellt bzw. erweitert. Stetig werden neue Wohnbaugebiete, die ein Eigenheim ermöglichen, ausgewiesen und bebaut. Für Gewerbe- und Industrieansiedlungen steht geeignetes Gelände zur Verfügung.
Mit dem Anschluss an die Autobahn A 31, die das Ruhrgebiet mit der Nordseeküste verbindet und in Ortsnähe die B70 kreuzt, gelingt Heek eine perfekte Verkehrsanbindung.


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Pfeil Lage, Stadtplan Heek
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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Alfons Nubbenholt