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Ortsfamilienbuch Herborn

Bearbeitungsstand
Das im vorliegenden OFB verkartete Kirchspiel Herborn umfasst neben der Stadt die Ortschaften Amdorf, Burg, Hirschberg, Hörbach, Sinn und Uckersdorf. Der erschlossene Zeitraum reicht vom Beginn der lückenlosen Aufzeichnungen 1638 bis einschließlich ins Jahr 1750.
Die Arbeiten an der vorliegenden Datenbank sind noch nicht gänzlich abgeschlossen. Alle Taufen sind eingebunden und ebenso 97,3% aller Traueinträge. Bei den Sterbeeinträgen gibt es noch einige Lücken, was hauptsächlich darin begründet liegt, dass den Verstorbenen ihre Taufeinträge nicht sicher zugeordnet werden können, oder weil Personen auf der Durchreise verstorben sind und noch keine Anbindung an die Datenbank haben. Mehr oder weniger alle Personen, die nach 1620 geboren wurden, sind durch den Aufzeichnungsbeginn 1638 erfasst, sowie meist deren Elterngeneration. In einigen Fällen, besonders dort, wo es sich um meine eigenen Vorfahren handelt, geht die Erfassung teilweise auch weit bis ins 16. Jh. hinein.
Aus Erfahrung kommt es bei einer größeren Masse an Daten zu Fehlern, die sicherlich auch hier aufgetreten sind, sei es durch eine falsche Interpretation der Daten oder aus Versehen. Alle Benutzer möchte ich daher dringend bitten, mich bei Ungereimtheiten oder anderen Erkenntnissen bezüglich der Familienzusammenhänge zu kontaktieren, damit diese Fehler korrigiert werden können!

Benutzungshinweise
Auswärtige
Die Informationen in den Herborner Kirchenbüchern über Auswärtige sind meist sehr spärlich. Wenn es in einem Traueintrag z.B. heißt „[…] Johann Georg Kaps, Pfarrer Zu Reichenbach […], Francisci Capsen seligen Pfarrers Zu Eisemrod ehlich hinterlaßener Sohn […]“ dann ist der Herkunftsort, bzw. Wirkungsort des Vaters immer als Geburtsort des heiratenden Ehepartners angegeben. Das wird in einigen Fällen sicherlich falsch sein, gibt dann aber zumindest eine Richtung und ist damit eine bessere Option, als diese Ortsangaben gänzlich zu ignorieren.

Namensvarianten (Nachnamen)
Patronyme Namensgebung erfolgte im Kirchspiel Herborn nach Beginn der erhaltenen kirchlichen Aufzeichnung nur noch in ganz wenigen Fällen und auch dort wurden die Vaternamen spätestens in der nächsten Generation zu festen Familiennamen.
Aufgrund der hohen Veränderlichkeit von Namensschreibweisen über den gesamten Zeitraum hinweg, schien es angeraten, diese der besseren Übersicht halber zu vereinheitlichen. Dabei wurde den späteren Variationen Vorzug gegeben, um dem aus der Gegenwart kommenden Forscher den Anschluss zu vereinfachen. Eine Konkordanz würde an dieser Stelle aufgrund der Menge von Variationen den Rahmen sprengen, kann aber auf Nachfrage gerne erstellt werden.

Namensvarianten (Vornamen)

Der Vorname Anna wird sehr oft als eine Art weibliches Präfix gebraucht und ist daher meist zu vernachlässigen, außer er steht für sich allein. Gleiches gilt für den männlichen Vornamen Johann (bzw. Hans und Johannes). Eine in einem Eintrag Anna Dorothea (analog: Hans Peter) genannte Person z.B. wird in einem anderen Eintrag nur Dorothea (Peter) genannt. Gesuchte Personen sollten daher an allen in Frage kommenden Stellen im alphabetischen Register nachgeschlagen werden. Darüber hinaus unterliegen auch die Vornamen sehr oft Kürzungen oder mundartlichen Variationen für die hier eine kleine Konkordanz angefügt werden soll:

Aelge

Adelheid

 

Denius

Anton

 

Frank

Franz

 

Kort

Konrad

Ammel

Amalia

 

Dimmet

Demuth

 

Fritz

Friedrich

 

Kreina

Catharina

Anchen

Anna

 

Dyelg

Ottilia

 

Gela

Juliana

 

Lex

Alexander

Apfel

Appolonia

 

Ebert

Eberhard

 

Gil

Juliana

 

Lisbeth

Elisabeth

Appel

Appolonia

 

Eila

Helena?

 

Görg

Georg

 

Lutz

Ludwig

Arndt

Arnold

 

Eisfried

Eisbert

 

Güda

Judith

 

Mattheis

Matthias

Assmann

Asmus

 

Eiswert

Eisbert

 

Guida

Judith

 

Merg

Maria

Balthes

Balthasar

 

Els

Elisabeth

 

Guil

Juliana

 

Michel

Michael

Balzer

Balthasar

 

Elsa

Elisabeth

 

Güta

Judith

 

Stein

Christina

Barb

Barbara

 

Elsbeth

Elisabeth

 

Gütha

Judith

 

Steines

Augustinus

Christ

Christian

 

Enchen

Anna

 

Hen

Henrich

 

Stoffel

Christopher

Christoffel

Christopher

 

Enchge

Anna

 

Ibe

Eva

 

Tebes

Tobias

Cord

Konrad

 

Enders

Andreas

 

Immel

Amalia

 

Thebus

Tobias

Creina

Catharina

 

Ewig

Eva

 

Job

Hiob

 

Theis

Matthias

Cuntz

Konrad

 

Eylge

Helena?

 

Jörg

Georg

 

Thönges

Anton

Curt

Konrad

 

Feichen

Sophia

 

Jorrim

Georg

 

Tonius

Anton

Debus

Tobias

 

Felden

Valentin

 

Jürgen

Georg

 

Tyelg

Ottilia

Denges

Anton

 

Feyg

Sophia

 

Kord

Konrad

 

Velden

Valentin


Geschichtliches
Das Kirchspiel Herborn
Die Herborner Mutterkirche hatte im Mittelalter Einfluss auf einen Bereich, der weit über die Grenzen des Amtes Herborn hinausging. So einigten sich 1479 der Komtur des Deutschordenshauses Marburg als Vorsteher der Herborner Pfarre und der Archediakon des Diakonats Dietkirchen, dass der Pleban in Herborn fortan keine Mitsprache mehr über neu zu besetzende Posten in den Kapellen Marienberg und Hirzenhain mehr haben sollte, um nur die entferntesten Ortschaften in dieser Urkunde (HHStAW Bestand 170 I Nr. U 1818) zu nennen. Möglicherweise hat die kirchliche Administration dieses ungewöhnlich großen Einzugsgebietes ihren Ursprung noch im Hochmittelalter, als Herborn Zentralort des umliegenden Königsgutes, der Herborner Mark, war. Denn auch nach 1479 bestand für die in der Urkunde genannten Orte weiterhin die Pflicht einer jährlichen Abgabe an die Herborner Kirche, die teilweise aber noch symbolischer Natur war. Ende des 16. Jh. umfasste das Kirchspiel immer noch die Ortschaften Amdorf, Ballersbach, Burg, Donsbach, Erdbach, Fleisbach, Guntersdorf, Heiligenborn (wüst), Hirschberg, Hörbach, Medenbach, Merkenbach, Roth, Herbornseelbach, Sinn und Uckersdorf, und damit nahezu das ganze Amt Herborn.  Erst im beginnenden 17. Jh. formte sich durch das weitere Abspalten von Filialkirchen relativ schnell das Kirchspiel Herborn heraus, wie es dann mehrere Jahrhunderte Bestand hatte. In den 1640er Jahren existieren in den Büchern noch vereinzelte Einträge aus Bicken, Fleisbach, Guntersdorf, Hirschberg, Roth und Herbornseelbach. Guntersdorf scheint von 1717 bis 1719 noch einmal kurzzeitig von Herborn bedient worden zu sein. Hirschberg gehörte ab 1728 wieder zu Herborn.

Reformation und Hohe Schule
Nach Einführung der Reformation um 1520 war Nassau-Dillenburg, und damit auch Herborn, zunächst lutherisch. Im Zusammenhang mit der neuen Rolle, welche die Nassauer im Verlauf des 16. Jh. in den Niederlanden spielten, trat Johann VI. – und mit ihm die Grafschaft – in den 1570er Jahren zum Calvinismus über. 1584 wurde in Herborn die Hohe Schule gegründet und Herborn damit in den folgenden Jahrzehnten zu einem bedeutenden Bildungszentrum des calvinistischen Europa. Studenten wohlhabender Familien kamen aus den reformierten Teilen des Reiches und darüber hinaus in das kleine Städtchen an der Dill. Einige davon haben auch Ihren Niederschlag in den Kirchenbüchern gefunden.

Zu den frühesten Kirchenbüchern
Der bisher früheste bekannte Hinweis auf Kirchenbücher in Herborn findet sich in der Randbemerkung eines Traueintrages vom 25.05.1589. Dort ist für die Braut aus Hirschberg angemerkt: "vide im Tauffbuch anno 1570, 22. Trinit." Bereits vor dem Übergang vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis hat also für Herborn zumindest ein Taufbuch existiert. Ebenso noch aus lutherischer Zeit, den Jahren 1573-1583, ist ein ausführliches namentliches Kommunikantenregister erhalten. Fragmente eines Trauregisters sind in Form von 8 doppelseitig beschriebenen Blättern aus den Jahren 1586-87, 1589, 1594, 1612-13 und 1617 erhalten. Die noch durchgängig vorhandenen Bücher beginnen im Verlauf des Jahres 1638 mit den Taufen und Trauungen. 1640 kommen die Sterbebücher hinzu. Es ist also davon auszugehen, dass vor dem Einsetzen der erhaltenen Register bereits etwa 70 Jahre an Kirchenbuchaufzeichnungen verloren sind. Der Zeitpunkt dieses Verlustes lässt sich nur schwer eingrenzen. Das fragmentierte Traubuch ging wohl im 17. Jh. verloren, wahrscheinlich sogar noch im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges (eine Art Abschlussbemerkung auf der letzten erhaltenen Seite stammt von 1676). Möglicherweise haben die Taufbücher länger überdauert, denn im zweiten Sterbebuch ist am 14.06.1721 das genaue Geburtsdatum der Anna Catharina Fischerin (15.06.1635) angegeben. Bedenkt man, dass die Altersangaben in den Sterbeeinträgen (so denn welche vorhanden sind) immer sehr ungenau erfolgten, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass noch Taufbücher von vor 1638 vorlagen. Es ist aber auch möglich, dass die Nähe des Todes- und Geburtstages den Schreiber dazu veranlasst haben, an dieser Stelle präziser zu dokumentieren.
Die ersten erhaltenen Taufbücher führen keine Geburtsdaten auf, sondern nur die Daten der Taufe. Erst Ende 1707 beginnt Sebald Hamel auch die Geburtstage und –stunden zu verzeichnen. Zwischen 1669 und 1686 fehlt in den meisten Taufeinträgen der Name des Täuflings. Auch außerhalb dieses Zeitraumes ist es jedoch oft nicht möglich, Hochzeiten oder Todesfällen einem passenden Taufeintrag zuzuordnen. In vielen dieser Fälle findet sich eine Taufe mit entsprechenden Paten, der jeweilige Schreiber nannte sie aber mit falschem Vornamen oder er identifizierte die falschen Paten als namensgebend für den Täufling. Nur dort, wo auch auf diesem Weg keine Taufe gefunden werden konnte, wurde eine neue Person mit einem ABT-Geburtsdatum angelegt, dass pauschal 20 Jahre vor den Heiratseintrag datiert, bzw. die Altersangabe im Sterbeeintrag aufgreift, wenn eine solche vorhanden ist.

Kalenderreform
Der gregorianische Kalender wurde in Nassau-Dillenburg am 18. Februar 1700 eingeführt. Alle Datumsangaben vor diesem Stichtag folgen noch dem julianischen System. Darauf ist besonders zu beachten, wenn Einträge über Kirchensonntage datiert werden müssen.

Hauptquellen:
1) Kirchenbücher
    Taufen 1638-1750
    Hochzeiten 1638-1750
    Tote 1640-1750
    Kommunikanten 1630-31
2) Einwohnerlisten
    Hausregister 1628 (HHStW Abt. 171, Nr. K 1201)
    Hausregister mit Pferdeliste 1609 (HHStAW Abt. 171 Nr. D 188)
    Schatzung 1608 (HHStAW Abt. 171 Nr. T 34 IV)
    Hausregister 1606 (HHStW Abt. 171, Nr. H 257)


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Bastian Ditthardt