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Ortsfamilienbuch Markbronn

Markbronn und Dietingen sind Teilorte der Gemeinde Blaustein im Alb-Donau-Kreis, Baden Württemberg. Sie liegen auf dem Hochsträß westlich von Ulm/Donau auf 570-600 Meter Höhe.

Dietingen ist die ältere Siedlung und wurde wahrscheinlich schon in der alemannischen Siedlungsperiode im 6. oder 7. Jahrhundert gegründet. Die Siedlung Markbronn ist wohl erst in christlicher Zeit entstanden. Schriftlich bezeugt sind beide Orte erst Jahrhunderte nach ihrer Entstehung.

Dietingen tritt mit seiner uralten Martinskirche zuerst ins Licht der Geschichte, als diese zu Anfang des 12. Jahrhunderts auf Veranlassung des Grafen Hartmann II. von Dillingen dem um die erst im Hochmittelalter entstandene Rodungssiedlung Harthausen gebildeten Pfarrbezirk als Filiale zugeschlagen wurde (Fink).

Markbronn verdankt seine erste Erwähnung einem in den Jahren 1303/1304 vor dem bischöflichen Offizial in Konstanz geführten Prozeß zwischen dem Klarissenkloster Söflingen als Patronatsherrschaft der Pfarrei Harthausen einerseits und dem Grafen Egeno von Schelklingen andererseits um den Besitz der Zehnteinkünfte in Einsingen (Fink).

Vielgestaltig hatten sich die Herrschaftsverhältnisse im Laufe der Zeit herausgebildet. Besitz in Markbronn und Dietingen hatten um 1500 die Herrschaft von Stadion zu Arnegg, von Winterstetten, das Heilig-Geist-Spital in Blaubeuren, das Kloster Blaubeuren, die Kaplanei Berghülen und die Ulmer Patrizierfamilie Besserer. Beide Orte wurden als Kondominat verwaltet. So geschah es, dass nach dem Augsburger Religionsfrieden die Bewohner jedes einzelnen Hofes entsprechend der Besitzverhältnisse die katholische oder die evangelische Konfession erhielten und beide Glaubensrichtungen buntgemischt in beiden Orten vertreten waren.

Die evangelische Kirchengemeinde in Markbronn umfaßt die Blausteiner Teilorte Markbronn und Dietingen. Eine Kapelle St.Pankratius wurde in Markbronn 1527 erstmalig erwähnt. Die Anfänge der Gemeinde fallen in die Jahre 1535/1537, als nach der von Herzog Ulrich vom Württemberg verfügten Glaubensreform die Hintersassen des Spitals Blaubeuren, der Bauer der Kaplanei Berghülen und die Seldner des Klosters Blaubeuren evangelisch wurden. Von den drei Familien der Bessererstiftung wurden zwei evangelisch. Das Patronat über die von Dietingen separierten Gläubigen übernahm das Spital Blaubeuren. Obwohl Markbronn bei der Reformation Pfarrrechte erhielt, wurde die Gemeinde fast nur von auswärtigen Geistlichen versehen: zuerst vom Pfarrer von Grimmelfingen (bis 1580), dann von Stadt- oder Klosterpräzeptoren zu Blaubeuren. 1631 erhielt Markbronn kurzzeitig einen eigenen Pfarrer, der aber bald wieder von den beauftragten Präzeptoren und Pfarrern von Blaubeuren abgelöst wurde. Die ständige Besetzung der Pfarrstelle scheiterte am Mangel einer ausreichenden lokalen Versorgungsmöglichkeit des Geistlichen, da die alten Zehntrechte der katholischen Seite verblieben waren und die evangelische Gemeinde nicht einmal in der Lage war, ihm eine eigene Behausung zu stellen. Für ihre Verrichtungen empfingen die auswärtigen Präzeptoren und Pfarrer vom Spital eine aus den Erträgen des Markbronner Novalzehnten gespeiste "Kompetenz" und ein Reitpferd. Die Baulast an der Markbronner Kirche zum Evangelisten Markus trug das Spital. (Kreisbeschreibung)

Seit 1820 wird die Pfarrei Markbronn von Pappelau aus verwaltet. Die heutige Kirche in Markbronn wurde 1874 erbaut; der Turm ist aber älter.

Das Ortsfamilienbuch Markbronn-Dietingen basiert auf den Kirchenbüchern, die seit 1639 existieren. Das Buch berücksichtigt nur die evangelischen Einwohner obwohl im 19.Jahrhundert auch in Markbronn wohnhafte katholische Bürger eingetragen wurden. Es erschien im Jahre 2012 und ist beim Bearbeiter erhältlich.

Quellen:

  • H.Fink, Markbronn und seine Geschichte, Wengen-Verlagsdruckerei Ulm, 1969
  • Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg, Der Alb-Donau-Kreis, - Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen, 989



Karl Fassbinder
Im Riedle 10
89134 Blaustein
email: karlfassbinder@t-online.de
 


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Karl Fassbinder