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Ortsfamilienbuch Mockstadt

Die Genealogie der drei Orte wurde von Hans Zaminer aus Ober-Mockstadt in langjähriger Arbeit auf der Grundlage der Kirchenbücher erstellt. Die sind aber teilweise sehr schlecht geführt. Dabei sind die verlorenen Taufeinträge der ersten knapp 40 Jahre nicht das größte Problem, schlimmer sind die mangelhaften Angaben von ca. 1710 bis1790. Details dazu siehe unten!
Oft hilft bei Unsicherheiten der Familienrekonstruktion die Auswertung der Pateneinträge (die übrigens möglichst buchstabengetreu aufgenommen sind); hier leider nicht. In der fraglichen und früheren Zeit werden Paten aus ganz verschiedenen Familien gewählt.
Unsicher bleibt auch der Ort des Ereignisses: Da es in Unter-Mockstadt erst 1973 eine eigene Kirche gab, und erst ab 1852 einen eigenen Friedhof (1. Beerdigung 19.11.1852) ist bei Taufen, Trauungen und Begräbnissen Ober-Mockstadt wohl immer richtig, was aber nichts über den Wohnort der Person sagt. Heegheim ist öfter, aber nicht immer angegeben.
Entsprechend den Bestimmungen des Zentralarchivs der Ev. Kirche in Hessen und Nassau sind hier keine nach 1875 geborenen Personen aufgenommen. Deshalb fehlen auch z.B. spätere Begräbnisangaben, da die bei den Standesämtern nicht dokumentiert sind.
Gedruckte oder online gestellte Ortsfamilienbücher der Umgebung wurden für Einzeldaten zu Herkunfts- oder Wegzugsort benutzt – mit großem Dank an die Bearbeiter.

Ich selbst, Gerd Gramlich aus Bad Mergentheim, habe die gesamte Arbeit von Hans Zaminer, der inzwischen in hohem Lebensalter steht, so genau wie möglich überprüft und überarbeitet. Gerade wegen der vielen Unsicherheiten hoffe ich auf Ergänzungen und Korrekturen von außen - bzw. Ihnen. In Einzelfällen liegen auch Angaben über später Geborene vor. Die müßten per e-mail (g.gramlich@t-online.de) erfragt werden.

Die drei Orte wurden 1404 von Johann II. von Limburg und seiner Frau Hildgart v. Saarwerden an: Löw zu Steinfurth, Wals v. Fauerbach, Erffe v. Ween und v. Stockheim verkauft (Ganherrschaft Staden); später kommt Isenburg dazu. Seit 1662 (Teilung der Ganherrschaft) Herrschaft Isenburg-Büdingen bis zum Übergang an das Großherzogtum Hessen (1819). Reformation 1543 durch Erasmus Alber, Gegenreformationen 1550-1556, 1552-1558
Heegheim: ab 1854 eigene Pfarrei
Ersterwähnung  930. - 31.12.1971 nach Altenstadt eingemeindet.
Nieder-Mockstadt:
Ersterwähnung 1132. – 1.08.1972 nach Florstadt eingemeindet
Ober-Mockstadt:
Ersterwähnung 1132. - 1.10.1971 nach Ranstadt eingemeindet.

Einwohner im Jahr

1840

1858

1950

Heegheim

197

228

396

Nieder-Mockstadt

641

710

1016

Ober-Mockstadt

646

749

889


Kirchenbuch 1: (Taufen 1695-1709, Trauungen 1657-1709, Begräbnisse 1658-1709)
auf der 1. Seite: „1827 Neu eingebunden, weil es ganz ohne Decke war“
Das ganze Buch hat keine Seitenzählung.
Der Buchanfang war schon damals verloren, mit etwa 446 Taufeinträgen! 1. Taufeintrag vom 5.12.1695. Am Ende einer Seite ist sehr kleingeschrieben die Gesamtzahl aller Taufen angegeben (lesbar zuerst auf der 4. erhaltenen Seite: 500) bis zum 17.02.1709, danach neue Handschrift.
Trauungen: 1. Traueintrag 7.04.1657, auch die Trauungen sind durchgezählt, 128 bis zum 24.02.1681, 194 vom 26.04.1681 bis zum Juni 1708. Das ergibt durchschnittlich etwa 6,2 Trauungen pro Jahr.
Sterbefälle: 29.12.1656 bis 8.12.1709, fast immer mit Altersangabe, aber ohne Ortsnennung.
Weiterhin: Kirchenzucht, Beiträge zu einem Musikantenstuhl, Verzeichnis was weiter in Kirchensachen vorgegangen 1657, Verezeichnis von Kirchenstühlen, Instruktion für die Kirchensenioren

Kirchenbuch 2: Taufbuch (1710-1812)
Trotz des eingeschriebenen Titels: -Verzeichnis der verstorbenen Copulirten und getaufften in den beyden Mockstadten, und dahin gehorigen filial Höheim angefangen Ao: 1710 d 1 Januar von Johann Christian Ernst Machenhauer Pfr.- ist dies ein reines Taufbuch.
Von S. 1 bis 779 durchpaginiert.
Es ist nur der Vater angegeben, (die Mutter nicht, auch nicht ihr Vorname) - ab 1746 (S. 235 mit Dienstantritt von Pfr. Johann Ernst Ludwig Machenhauers, Sohn des Vorgängers) auch Vorname der Mutter. - ab 1773 mit Uhrzeit der Geburt, und Geburtsname der Mutter; ab 1775 wieder nur Vorname S. 424 (1775): Da in diesem Jahrgang mein HE. Antecessor Schwarz gestorben, so sind während der Vacantz wiederum viele Namen der Gebohr. u. Getaufften einzuschreiben vergessen worden. Zu den vorstehenden die von dem Schulmeister Flach zu NMockstadt aufgeschrieben worden thue ich nun noch folgende hinzu die mir bey meinem Antritt in das Pfarramt genau bekandt worden sind: (acht Einträge). - ab 1790 auch Geburtsname der Mutter.
„Neu eingerichtetes Taufbuch vom Jahr 1809 an.“ (bis Mai 1812) Blätter 1-51, in Tabellenform.
Allerlei Notizen. von Pfarrer Ferdinand Heumann. 1852.

Kirchenbuch 3: Copulations Protocoll von OM und NM. und Hegheim
1710 bis 1812
schon ab Juni 1710 nur nach dem Schema: Johann Ludwig Schefer mit Anna Catharina Kaulin.
1730-1735 zeitlich durcheinander
ab 1737: Vater der Braut mit Vornamen genannt und Familienstand (Witwe/r) angegeben.
ab 1773: auch Vater des Bräutigams und Wohnort
1774 „drey merkwürdige Trauungsfälle, welche sich so leicht nicht wieder zutrefen werden
1776-1805 mal so mal so, in der Regel ohne Namen der Väter, 1788 und 1791 beide Väternamen.
1805: beide Väternamen, ab Mai 1808 Hinweis auf Proklamation
„Neu eingerichtetes Ehebuch vom Jahr 1809 an“ (bis Mai 1812) Blätter 1-14, in Tabellenform, mit Datum der Proklamation.

Kirchenbuch 4: Sterb-Protocoll von OM. und NM. und Hegheim
1710 bis 1812
Nur die Seiten 1 (1710) bis 135 (1762) nummeriert (von späterer Hand).
Angelegt von Johann Christian Ernst Machenhauer, offensichtlich ein „Schlamper“, der nur ungenügende Angaben macht: immerhin mit Alter, meistens einigermaßen richtig.
Aber ab 1715 nur Name und Alter, z.B. Johann Laubach, 31 Jahre, Anna Kaulin 32 Jahre, Margaretha Frickin 62 Jahre. (also nicht, ob verheiratet, verwitwet oder ledig; Einträge von Frauen sind besonders schwierig zu identifizieren!). Ortsangaben fehlen fast immer, ganz ausnahmsweise mal: Heegheim.
ab 1732 (bis 1736) zeitlich durcheinander: 8. Jan.; 22 April; 16. Aug.; 26. Febr.; 20 April; 25 Aug. usw.
Verräterisch: die zwei Begräbniseinträge von: Johann Henrich Schöhl
KB 4, S. 59 (1734): begr. "19t S. p. Trinit. aet. 18 Wo." und KB 4, S. 64 (1737): "d. 19. p. Tr: aet. 18 Wo." - natürlich findet sich 1737 kein Taufeintrag. Dahinter kann eigentlich nur folgender Sachverhalt stecken: Mindestens drei Jahre Zettelwirtschaft, irgendwann nach längerer Zeit wurden die Zettel ins Kirchenbuch übertragen, dieser eine war danach versehentlich nicht vernichtet worden und das Jahr verlesen (4 und 7 sind ähnlich). Offensichtlich gab es auch keine Erinnerung mehr an die Personen!
Erst unter dem Nachfolger Johann Ernst Ludwig Machenhauer wird es ab 1747 etwas besser.
Bei Kindern wird der Vorname des Vaters genannt, bei Frauen der Ehemann.
Noch besser, ab Nov. 1772 Geburtsname der Frauen und Wohnort: Erst ab jetzt lässt sich wieder feststellen, wo jemand lebte (Ober- Nieder-Mockstadt, Heegheim). Ab Febr. 1773 kommt die Uhrzeit hinzu.
Im selben Band:
„Neu eingerichtetes Todtenbuch, vom Jahr 1809 an.“ (bis Mai 1812) Blätter 1-35, in Tabellenform, nun auch mit Todesursachen.
Weiter enthalten in Band 4: Confirmierte 1774, Pastores (3 Seiten), Versprechen der lutherischen Kindererziehung bei Mischehen (1715-1719, 1762, 1768). Preise 1854. Wichtige Ereignisse 1759-1771)

Die folgenden Kirchenbücher weisen keine Besonderheiten auf.


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Gerd Gramlich