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Ortsfamilienbuch Neu Isenburg

mit Daten von 1699 bis 1829.

Das « welsche Dorf » wurde mit Hilfe des Grafen Jean Philippe von Isenburg und Büdingen im  Juli 1699 gegründet. 30 französische Familien, die seit einiger Zeit schon in seiner Residenz Offenbach lebten, sollten sich eine Stunde von Frankfurt, am Frankfurter Weg, ansiedeln. Ihnen gewährte der Graf Land zu Ackerbau und Viehzucht und Holz zum Hausbau. Damit gingen Privilegien einher, die vor allem die freie Ausübung der französisch-reformierten Religion, die Wahl der Prediger und Lehrer, sowie die Wahl des Schultheissen und einiger Schöffen mit obrigkeitlicher Bestätigung garantierten.

Der Gottesdienst wurde zu Anfang im Freien gehalten; der französisch-reformierte Pfarrer von Offenbach betreute die Gemeinde, bis sie 1701 einen eigenen Pfarrer erhielt. Der Graf gab Holz und Steine zum Bau einer Kirche, später auch zum Bau eines Pfarr= und Schulhauses. Der spätere Friedhof war schon von Anfang an “in Betrieb”, denn die Leute, die anfangs im Wald in notdürftigen Zelten und Hütten hausten, fielen der Witterung und sogar Insektenstichen zum Opfer.

Die Siedler waren hauptsächlich Ackerbauern, nur wenige Handwerker waren darunter. Daher kamen schnell Deutsche in den Ort und mit den Erbauern der Brauerei und der Schnapsbrennerei zwei Waldenserfamilien, die von Anfang an zur “haute volée” gehörten. Die Deutschen hatten es schwerer, in der “guten Gesellschaft” Fuss zu fassen, weil sie zunächst keine der Ämter in der Kirche oder beim Gericht ausüben konnten. - Die Strumpfwirkerei war bis in die 2. Hälfte des 18. Jhds. ein sehr wichtiger Erwerbszweig, der von Franzosen und Deutschen ausgeübt wurde.

Die allerersten Einträge zu den Neu-Isenburgern findet man im reformierten KB von Offenbach, ab 1701 erst gibt es ein eigenes KB, in dem einige Ereignisse aus den Jahren zuvor nachgetragen wurden.

Schon der erste Pfarrer hat nach Möglichkeit die Herkunftsorte seiner Gemeindemitglieder festgehalten, nach dem Gehör geschrieben sind sie nicht immer leicht zu erkennen. Soweit wie möglich habe ich sie mit der heutigen PLZ in den jeweiligen Herkunftsländern angegeben. Zwischen 1715 und 1737 hat Pfarrer de Champ-Renaud die KB in ganz hervorragender Weise geführt, oft hat er die Lebensgeschichte der Toten in einem langen Nachruf aufgezeichnet. Auch bei Heiraten wurden Herkunft und Familienumstände der Hochzeiter genau angegeben, sodass das KB dieser Zeit eines der interessantesten ist, das ich jemals gesehen habe. Leider hatte er Streit mit seiner Gemeinde, sodass Hochzeiten und Beerdigungen ab 1737 bis zu seinem Tod 1743 gar nicht oder lückenhaft eingetragen wurden, seine Nachfolger haben bis etwa 1756 nichts nachgetragen. Nässe, Mäusefrass und Feuer haben das 1. Totenbuch teilweise zerstört, sodass vieles aus anderen Einträgen zu den Personen oder ihren Familienmitgliedern  rekonstituiert werden musste.

Die Amtssprache blieb Französisch bis zum Juli 1829, wo auf obrigkeitlichen Befehl alle Kirchen= und Protokollbücher auf Deutsch fortgeführt werden mussten. Daher habe ich die KB nur bis Juli 1829 systematisch erfasst und zu einem OFB zusammengefügt, wobei viele familiären Verbindungen zu anderen hugenottischen und waldensischen Neugründungen eingeflossen sind. Nur einzelne Familien sind darüberhinaus weitergeführt, weil ich persönliche Recherchen dazu gemacht habe.

Falls Sie Irrtümer feststellen oder Ergänzungen haben, geben Sie mir bitte Bescheid.


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Colette Llorca