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Ortsfamilienbuch Pielburg

Im Zuge der Grenzsicherungsmaßnahmen der pommerschen Herzöge gegenüber dem Kurfürstentum Brandenburg und dem Königreich Polen wurden die Orte am Großen Pielburger See (Jezioro Pile) um 1550 von den „vier Geschlechtern“ (Glasenapp, Münchow, Wolde und Zastrow) gegründet. Während die meisten Ortschaften aus einem Gut mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden für die nötigen Landarbeiter und Handwerker bestanden und einigen wenigen Bauernhöfen, waren in Pielburg fast nur Kossäthen (Viertelbauern) ansässig. Von den Erträgen des Hofes konnte eine
Kossäthenfamilie nicht leben, die Familienmitglieder mussten für den Lebensunterhalt zusätzlich auf einem der umliegenden Güter ihre Dienste anbieten oder ein Handwerk ausüben.
Im Jahr 1590 lebten in Pielburg 20 Kossäthen, ein Krüger, ein Müller und ein Schäfer. Auch in Linde und Dummerfitz lebten zu jener Zeit nur Kossäthen. Nach Brüggemann bestand das Dorf Pielburg im Jahr 1780 aus 19 Kossäthen, einem Müller, einem Schmied, einem Küster und Schullehrer, einem Prediger sowie einem Predigercolonus (=Pächter der landwirtschaftlichen Fläche des Pfarrhofs).  Auch im Jahre 1827 hat sich die Bevölkerung in Pielburg (mit Bärbaum) nur auf 160 und in Nemmin (mit Hohenhaus) auf 58 Einw. erhöht. Erst im Jahr 1905 ist die Einwohnerzahl der Landgemeinde Pielburg auf 405, im Gutsbezirk Nemmin auf 150 gestiegen. 1925 lebten in Pielburg 370 Einwohner, in Nemmin 214 Einwohner.
Das Kirchspiel Pielburg  überdeckte im 19. Jahrhundert den weiten Bereich östlich und südlich des Pielburger Sees. Es bestand aus dem Kirchdorf Pielburg mit den eingepfarrten Dörfern Bärbaum und Nemmin, zu Nemmin gehörte noch das Vorwerk Hohenhaus. Die Dörfer Dummerfitz und Linde waren Filialgemeinden mit eigenen Kirchbüchern. Zu Dummerfitz war Eulenburg (Sannort) eingepfarrt, sowie die Wohnplätze Neuhof, Jägerswalde am LanzenSee und Hochfelde am Schmadow-See. Um das Kirchspiel Pielburg lagen im Uhrzeigersinn die Gemeinden Wuckel, Eichenberge, Juchow, Lanzen, Groß Zemmin, Krangen, Groß Born, Pommersch (Klein-)Zacharin, Altenwalde und Lubow.
 
Bei der Einrichtung des Truppenübungsplatzes „Groß Born“ 1919 wurde der südliche Teil des Kirchspiels, mit der Gemeinde Linde darin, einbezogen. Kasernen befanden sich in Neustettin. Mit der Aufrüstung des „Dritten Reiches“ ab 1935 wurde der Truppenübungsplatz räumlich erweitert, größere Kasernenanlagen auf dem Gelände errichtet und die ursprüngliche Bevölkerung umgesiedelt. Das Dorf Linde wurde wie die Ortschaften Steinforth und Knacksee aufgelöst. Im zweiten Weltkrieg bestanden auf dem Übungsplatzgelände neben Kasernen auch Kriegsgefangenenlager. Nach 1945 übernahm die Rote Armee das Gelände mit sowjetischer Verwaltung als Garnisonstadt, die auf keiner polnischen Karte verzeichnet war  Nach dem Abzug der Roten Armee 1992 hat die Republik Polen aus den Gemeinden um den Pielburger See (Jez. Pile) und dem Truppenübungsplatz die Stadt Borne Sulinowo gebildet.

Im Zuge von Arbeiten in den Kirchenbuchduplikaten des Kirchspiels Pielburg der Jahre 1840 bis 1874 entstand dieses Ortsfamilienbuch und es ist deshalb auch nur für diesen Zeitraum und für die Muttergemeinde vollständig.Vor allem die Kirchenbucheinträge der Filialgemeinden sind aber mit einem großen Anteil enthalten.
Die standesamtlichen Registrierungen beginnen 1874, so dass jetzt jeder Interessierte seit diesem Zeitpunkt relativ einfach seine Vorfahren ermitteln kann.
Daten jüdischer Bürger erfasse ich darüber hinaus soweit sie mir bekannt geworden sind.
Auch die Verlustlisten des 1. Weltkriegs sind eingearbeitet worden.
Die Geburtseinträge enthalten neben der laufenden Nummer Angaben über Name, Stand und Wohnort des Vaters, die Mutter, den Taufnamen des Kindes, ob dies ehelich oder unehelich geboren worden ist, das Geburtsdatum des Täuflings, den Tag der Taufe, Name und Stand sowie Wohnort der Paten, dazu Bemerkungen (z.B. Nottaufe). Da kein Ort der Taufe angegeben ist, wird der Wohnort derMutter als Taufort angenommen. Grundsätzlich wurden alle Paten übernommen, da bedingt durch die häufige Namensgleichheit in früheren Zeiten oft nur so eine sichere Zuordnung zu einer Familie möglich war. Personen wurde die Pateneigenschaft nur ausnahmsweise bei gesicherter Zuordnung zugeschrieben. Eine Patin „Bauersfrau Caroline Müller“ wurde deshalb in den Personenblättern nicht berücksichtigt. Manche ortsansässigen Bürger werden auch, z.B. wegen Kinderlosigkeit, nur als Paten in den Kirchenbüchern erwähnt. In diesem Fall habe ich ein entsprechendes Personenblatt angelegt.
Die Bevölkerung zeigte in diesem Zeitraum eine hohe Mobilität. Um die Familien annähernd vollständig zu erfassen, war deshalb die Betrachtung der Nachbarorte unerlässlich. Das Ortsfamilienbuch umfasst daher auch viele Personen aus benachbarten Ortschaften, die aber in der Regel in direkter Linie mit Einwohner aus Pielburg verwandt oder verschwägert sind. Allerdings wurden die Kirchenbücher der Nachbarorte nicht systematisch erfasst, so dass diese Daten lückenhaft bleiben.
Da die Küster „nach Gehör“ in das Kirchenbuch eintrugen, variieren die Namen in ihrer Schreibweise und Reihenfolge. Bei der Übertragung in dieses Ortsfamilienbuch wurde die häufigste Schreibweise verwendet, im Zweifel die unserem Sprachempfinden entsprechende.   
Aus persönlichen Gründen wurde dieses Ortsfamilienbuch fast nur auf der Grundlage von Unterlagen erstellt, die online zugänglich waren. Weitergehende Kirchenbücher bzw. Duplikate der Kirchenbücher befinden sich im Landesarchiv Greifswald und in der Zentralstelle für Genealogie Leipzig und können dort eingesehen werden. Ergänzungen und Korrekturen zu diesem Ortsfamilienbuch werden deshalb gern entgegen genommen.

Verwendete Abkürzungen:

Dupl.KB … Kirchenbuchduplikat von …
FN Familien-, Geburtsname
OFB Ortsfamilienbuch
VN Vorname
StA … Standesamt


Quellen:
Kirchenbuchduplikate der Parochien Gramenz, Hütten, Juchow, Lubow, Persanzig, Pielburg und Poehlen des Landesarchivs Greifswald in der Verfilmung von The Church of Jesus Christ of Latterday Saints.
Im Internet:
https://familysearch.org/pal:/MM9.3.1/TH-1-18689-85490-23?cc=1874205#uri=https%3A%2F%2Ffamilysearch.org%2Frecapi%2Fsord%2Fwaypoint%2FMKHV-JWG%3A171336501%2C171761001%3Fcc%3D1874205 (Letzter Zugriff: 10.08.2015)

Online-Ortsfamilienbücher, insbesondere die OFB Bärwalde, Neblin, Rackow, Scharpenort
Andere Online-Datenbanken, wie

- http://www.rootsweb.ancestry.com
- http://www.geocities.ws

Franz Stelter: Der Kreis Neustettin:  ein pommersches Heimatbuch. Würzburg 1972

… und weitere Literatur entsprechend den Angaben bei einzelnen Personen.


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Karl H. Günther


Pommerscher Greif