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Ortsfamilienbuch Ratzersdorf

Die 1328 gegründete Gemeinde Ratzersdorf (ungarisch: Recse, slovakisch Racistorf, heute der Stadteil Raca der slowakischen Hauptstadt Bratislava) liegt inmitten einer der vielen ehemaligen deutschen Sprachinseln Österreich-Ungarns, dem Komitat Pressburg.

Mit einer am 01.05.1834 vom Kirchen-Inspector Jónás Kettner unterzeichneten

"Ausscheidungs-Bewilligung aus der Pressburger evangelischen Gemeinde"

beginnt auch die eigenständige Führung von Kirchenbüchern in der Gemeinde Ratzersdorf.

Dem letzten Ratzersdorfer Pfarrer Herrn Eduard Drgala ist es zu verdanken, daß die Kirchenbücher der evangelischen Gemeinde A.B. (Augsburger Bekenntnis) von 1834-1945 bei der Vertreibung nach Ende des II. Weltkrieges mit nach Deutschland gekommen sind. Lange Jahre gab er als Verwalter der Bücher bereitwillig Auskunft all denen, die sich mit der Erforschung der Herkunft ihrer Vorfahren befaßten, oder Nachweise ihrer Herkunft für offizielle Stellen benötigten. Als er sich auf Grund seines Alters nicht mehr dazu in der Lage fühlte, gab er die Bücher an einen anderen, ehemaligen Einwohner zur weiteren Verwaltung ab, bis dieser sie auf Grund einer Vereinbarung zwischen der Karpatendeutschen Landsmannschaft und der evangelischen Kirche an das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Stuttgart abgab.

Über die Rettung der Kirchenbücher vor dem Untergang berichtet "Die Karpatenpost" in ihrer Septemberausgabe 2001 folgendes:

"Herr Pfarrer i.R. Eduard Drgala, der letzte noch lebende Pfarrer der "Deutschen Evangelischen Kirche A.B. in der Slowakei", erzählte mir, wie diese Kirchenbücher aufgefunden wurden. Herr Pfarrer Dr. Nika habe ihn in Österreich darauf angesprochen, auf dem Bahnhof von Kremsmünster (südlich von Linz/Donau) seien Kirchenbücher aus der Slowakei gesehen worden. Gemeinsam fuhren sie dorthin und fanden tatsächlich eine Reihe aufgebrochener und beraubter Kisten. Nur mit einer Anzahl von Kirchenbüchern konnten die Plünderer nichts anfangen. Nach Verständigung mit den wachthabenden amerikanischen Soldaten konnten die beiden Pfarrer die Bücher abtransportieren"

Vor der Abgabe in das Archiv konnte eine komplette Verkartung vorgenommen werden. Auf Grund weiterer, eigener Nachforschungen in den Kirchenbüchern von Pressburg und weiter nördlich gelegenen Orten wie Grünau, Bösing, Limbach, St. Georgen, die ebenfalls eine starke evangelische Gemeinde besaßen, ist es gelungen, einige Familienstämme bis weit an den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück zu verfolgen. Auch wurden aus Ratzersdorf weggezogene Familien in den Nachbargemeinden wieder gefunden und die Daten entsprechend ergänzt. Hierbei fand ich Unterstützung bei Vladimir Bohinc aus Neustadt an der Waag, den ich als einen versierten professionellen Genealogen schätzen gelernt habe.
Ich kann ihn nur empfehlen und verweise auf seine Homepage www.konekta.sk. Korrespondenz ist in Deutsch und Englisch, natürlich auch in Slowakisch möglich.

Ich wünsche allen viel Erfolg bei der Recherche im Online-Ortsfamilienbuch der Gemeinde Ratzersdorf und hoffe auf eine Vielzahl von Ergänzungen

Norbert Gschweng, Mai 2006

Zur Verkartung einige Hinweise:
  • Der Familienname ist stets in der Schreibweise hinterlegt, die im Taufbuch bei der Geburt eingetragen wurde. Ist die Taufe nicht belegt, wurde die Schreibweise gewählt, die im zuerst gefundenen Dokument nachgewiesen ist (Trauregister, Totenbuch). Wenn keine Urkunden vorliegen, dann wurde die heute übliche Schreibweise verwendet
  • Für die Vornamen wurde generell der deutsche Name verwendet, auch für die Zeiten, in denen die Bücher in ungarisch geschrieben wurden
  • Die Originalbücher beginnen mit dem ersten Eintrag wie folgt:
    • Taufen am 06.03.1834
    • Eheschließungen am 07.04.1834
    • Sterbefälle am 19.05.1834
  • Zur fehlerfreien Verkartung wurde auch das vom Pfarrer Schulze in seiner Amtszeit handschriftlich geführte Ortsfamilienbuch, welches sich noch heute in Bratislava-Raca befindet, zur Hilfe genommen
  • Auf Anfrage sind Angaben zu Tauf- und Trauzeugen möglich
  • Bei der Erfassung wurde bei Taufen und Trauungen eine Referenz-Nr. festgelegt, die als Kombination Jahr/Lfd.-Nr. hinterlegt wurde und als Findhilfe im Original-Kirchenbuch dienen kann.
  • Wenn vorhanden, wurde die Haus-Nr. des Wohnsitzes der Familie vermerkt
  • Die Konfession wurde nur übertragen, wenn sie von der Standard-Konfession "evangelisch A.B." abweicht
  • Berufsbezeichnungen wurden übertragen.


:: Weitere Links
Pfeil Slowakei
Pfeil Array im genealogischen Ortsverzeichnis GOV
Pfeil Homepage Array
Pfeil Augsburger Konfession in Wikipedia
:: Kontakt
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Norbert Gschweng