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Ortsfamilienbuch Runstädt

(Geiseltal, Stift Merseburg, Provinz Sachsen,(jetzt Sachsen-Anhalt))

Der Ort ist seit 1931 nicht mehr existent, die Bewohner wurden in angrenzende Orte umgesiedelt.

Im Ortsfamilienbuch Runstädt sind alle in den Kirchenbüchern registrierten 2145 Personen erfaßt worden. Es wird trotzdem regelmäßig weiterbearbeitet. Trotz größtmöglicher Sorgfalt können auf Grund schlechter Lesbarkeit der Kirchenbücher bzw. Lesefehler des Verfassers Fehler enthalten sein, weshalb jegliche Haftung ausgeschlossen ist. Wer Ergänzungen und Berichtigungen beitragen kann, melde sich bitte per Email bei der Verfasserin des OFB:

Carola Taubert (CarolaTaubert@t-online.de) unter dem Betreff OFB Runstädt und dem Nachnamen der zu bearbeitenden Person.

Die gedruckte Version wird erscheinen beim Cardamina-Verlag und ist von dort oder über Ihren Buchhändler vor Ort auf Bestellung zu beziehen.

Quellen:
Die Kirchenbücher der Pfarrei zu Runstädt (KBRS)

lfd-Nr KB   Taufen bearbeitet Hochzeiten bearbeitet Beerdigungen bearbeitet
19 1   1801-1854 vollständig 1801-1854 vollständig 1801-1854 vollständig
20 2   1855-1930 vollständig 1855-1930 vollständig 1855-1928 vollständig
20a 2a   1882-1887 vollständig 1882-1887 vollständig 1882-1887 vollständig

Frau Dr.Margit Scholz, Direktorin der 'Kirchlichen Archive und Bibliotheken in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen' zu Magdeburg, erklärte keine Einwände gegen das Projekt zu haben.

Weitere OFB für die Landschaft zwischen Saale und Unstrut sind fertiggestellt bzw. geplant. Durch die Erfassung der Daten aus den Nachbarorten wird im Laufe der Zeit das Bild vervollständigt.

Kontakt zu Gleichgesinnten, die sich am Projekt beteiligen möchten, ist erwünscht.

Projektübersicht unter: www.steffanbruns.de/ofb/saale-unstrut-gebiet/index_OFB-Projekte.htm

Runstädt als Ort des Stiftes Merseburg um 1700

 


Reichsamt für Landesaufnahme, 1912 Schloß Runstädt - Lithographie A.Duncker

Historisches

Runstädt wurde 1085 erstmals im "Chronicon Gozecence" (Chronik von Goseck) als Runenstide, um 1320 im "Güterverzeichnis des Hochstifts Merseburg" als Runstede, dann später als Ronstede und schon auf einer Urkunde von 1431 unter seinem letzten Namen erwähnt. Das Straßendorf lag zwischen Frankleben, Braunsdorf und Kayna auf dem Ostufer der Leiha, etwa 1,5 km vor deren Mündung in die Geisel, die dem umliegenden Tal ihren Namen gegeben hatte. Die Via Regia, regional auch als Frankenstraße bezeichnet, eine alte Handelsstraße von Santiago de Compostela bis Kiew, im deutschen Raum von Mainz über Erfurt und Merseburg nach Meissen, führte südwestlich daran vorbei. Seit etwa 1468 befand sich das zugehörige Rittergut, ein Sedil- oder Sattelhof (abgaben- und fronfrei mit eigener Gerichtsbarkeit) im Besitz der Nachkommen des alten sächsischen Adelsgeschlechts derer von Bose. Es befand sich am Dorfplatz und auf seinem Grund stand die ummauerte Kirche. 1655 wurde der Besitz unter den zwei Brüdern Johann Christoph und Carl Jobst Bose geteilt und hieß ab sofort Ober- und Nieder-Runstädt. Diese Teilung bestand bis zuletzt. Carl Jobst Bose gründete 1697 eine Schule in Runstädt. Im Jahre 1802 kam Runstädt käuflich an den Königlichen Landstallmeister Hans Wilhelm Traugott von Könneritz auf Boesau. Aus dessen Erbe übernahm es 1838 sein Schwiegersohn, der Kammerherr Wolf Heinrich Hans von Helldorff auf Wohlmirstedt, der spätere Graf von Helldorff, der 1856/57 das Herrenhaus errichtete. Von den Anfängen bis zum Jahre 1850 blieb die Anzahl der Häuser bei 37 und die der Einwohner fast unverändert bei 125, obwohl 1577 die Pest gewütet hatte. Um 1900 brannte ein Rittergut völlig ab. 1906 begann die Gewerkschaft des Eisensteinbergwerks Michel zu Köln, zum Zwecke der Kohlengrubenerschließung, im Umkreis Bodenflächen zu erwerben, und 1908 erfolgte dann der Kohleabbau im Tagebau "Rheinland". Die alte "Frankenstraße" musste nun auch weichen. Bis zum Jahre 1924 erhöhte sich die Anzahl der Häuser um 28 und die Einwohnerzahl auf 360. Im Zeitraum vom 26.11.1928 bis zum 19.01.1929 fand die Umbettung der verstorbenen Runstädter nach dem Frankleber Friedhof statt. Am 01.07.1930 wurde Runstädt nach Frankleben eingemeindet und war somit als Ort nicht mehr existent. Die ehemaligen Bewohner trafen sich am 13.07.1930 zur Heimat- und Abschiedsfeier. Mit einem letzten Gottesdienst in der als eines der letzten Gebäude noch stehenden Kirche verabschiedeten sie sich von ihrer Heimat. Der Abbruch des allerletzten Hauses geschah am 28.08.1931. Runstädt war damit die erste Ortschaft, die der Kohle weichen musste, und 15 weitere Gemeinden sollten folgen.

Quellen: "Küstermann, Otto: Streifzüge durch das Hochstift Merseburg". Mitteldeutsche Zeitung vom 30.06.1998. www.landesentwicklung.sachsen.de (für den Verlauf der Via Regia)

 
Kirche und Gut Runstädt 1927
Quelle: „300 Jahre Braunkohlenbergbau im Geiseltal“
Abriß der Kirche und eines Wohnhauses 1929/1930
Quelle: „300 Jahre Braunkohlenbergbau im Geiseltal“
 

Hinweise zur Benutzung

Wenn Verknüpfungen auf Annahmen beruhen, sind diese entsprechend gekennzeichnet. Die Schreibweise von Vor- und Familiennamen variiert im Laufe der Zeit.
In der Datenbank sind nicht alle Schreibweisen erfasst, da oftmals eine vereinheitlichte Form in Anwendung kam; z.B. Luise, Louise, Louisa = Louise.
Die Reihenfolge mehrerer Vornamen kann variieren; Carl Heinrich kann auch identisch sein mit Heinrich Karl.

Lebensdaten mit dem Zusatz „um“ sind als +/- 1 Jahr zu werten,
die mit den Zusätzen „ca“, „vor“ bzw. „nach“ sind als geschätzt zu werten ; sie können Jahre bis Jahrzehnte abweichen,
die mit dem Zusatz „errechnet“ erschließen sich aus den entsprechenden Sterbedaten.

Wegen der Datenschutzeinstellungen sind die Daten zu den meisten Personen des 20.Jahrhunderts anonymisiert; wer weitere Informationen wünscht, kann diese jeder Zeit vom Verfasser erhalten.

Copyright-Hinweis - Jegliche gewerbliche Nutzung der Daten des OFB ist ohne ausdrückliche Erlaubnis des Verfassers untersagt!
Mücheln, den 04.12.2012


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Carola Taubert