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Ortsfamilienbuch Babitz

Ortsfamilienbuch Babitz / Babice

Kirchenbuch-, Familien- und Ortsgeschichte seit 1660

Von der jahrhundertelangen Verbindung mit der Johanniterkommende Gröbnig bis zu den Kirchen- und Standesamtsquellen, aus denen die Familien von Babitz und Wernersdorf rekonstruiert werden.

Willkommen zum Ortsfamilienbuch Babitz / Babice

Babitz, heute Babice, liegt im heutigen Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen, etwa 5,4 km nordwestlich von Bauerwitz (heute Baborów). Historisch gehörte der Ort zum Kreis Leobschütz in Oberschlesien. Das katholische Kirchspiel war über Jahrhunderte eng mit der Johanniterkommende Gröbnig (heute Grobniki) verbunden.

Babitz und Babice sind verschiedene Namen und Kapitel in der Geschichte desselben Ortes.

Dieses Ortsfamilienbuch beschäftigt sich aus genealogischen Gründen vor allem mit den Familien, die bis 1945 in Babitz und dem mit dem Kirchspiel verbundenen Wernersdorf lebten. Der Ort selbst endete jedoch nicht 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Babitz zu Polen und trägt heute den Namen Babice. Das Dorf gehört heute zur Gmina Baborów und ist Heimat seiner polnischen Bewohner. Auch nach den tiefgreifenden Bevölkerungs- und Grenzveränderungen der Nachkriegszeit setzte sich die Geschichte des Dorfes fort. Diese Seite möchte daher die frühere Geschichte von Babitz dokumentieren, ohne die heutige polnische Identität von Babice aus dem Blick zu verlieren.

Pfarrkirche St. Katharina in Babice

Pfarrkirche St. Katharina in Babice. Foto: Kamil Czaiński / Wikimedia Commons. Bildnachweis.

Das Ortsfamilienbuch

Das Ortsfamilienbuch Babitz umfasst Auszüge aus Kirchen- und Standesamtsquellen von 1660 bis 1945. Neben den Babitzer Kirchenbüchern wurden auch Einträge aus den Kirchenbuchzweitschriften der ehemaligen Erzdiözese Olmütz sowie aus den Beständen des Staatsarchivs Oppeln ausgewertet. Für die Zeit der staatlichen Personenstandsregister wurden auch die Zivilstandsregister von Babitz und Wernersdorf herangezogen.

Ältestes Kirchenbuch
1660–1717
Eine erhaltene Kopie des ältesten Babitzer Kirchenbuches bildet die wichtigste Grundlage für die frühesten Familienrekonstruktionen.
Kirchenbücher
1718–1945
Die späteren Taufen, Trauungen und Sterbefälle wurden aus den verfilmten Kirchenbüchern sowie ergänzenden Zweitschriften und Archivbeständen zusammengeführt.
Olmützer Zweitschriften
bis 1852
Als Filial- und Pfarrort erscheint Babitz in den Zweitschriften der ehemaligen Erzdiözese Olmütz; einzelne Reihen beginnen bereits um 1700.
Standesamt
1874–1912
Die online zugänglichen Zivilstandsregister von Babitz und Wernersdorf wurden bis einschließlich 1912 in das OFB eingearbeitet.

Soweit möglich, wurden die einzelnen Personen zu Familien zusammengeführt. Einzelne Datensätze können noch unverbunden sein und später ergänzt werden. Familiennamen wurden häufig auf eine einheitliche Schreibweise gebracht; abweichende Schreibweisen sind nach Möglichkeit als Bemerkung vermerkt. Besonders seltene Familien- und Ortsnamen sind in den älteren Handschriften nicht immer eindeutig zu lesen, so dass Lesefehler nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Ein besonderer Dank gilt denjenigen, die zur Erhaltung des ältesten Kirchenbuches beigetragen haben. Die Kopie der Babitzer Kirchenbucheinträge von 1660–1717 wurde durch das Engagement mehrerer Familienforscher bewahrt. Genannt seien besonders Edmund Heide, Josef Schink, Max Mende, Reinhard Klose und Wilhelm Hoffmann sowie alle weiteren Beteiligten.

Geschichte des Ortes

Babitz gehörte über Jahrhunderte zum Herrschaftsbereich der Johanniterkommende Gröbnig. Im Jahre 1454 überließ Herzog Johann der Fromme den landesherrlichen Zins und die fürstliche Gerechtigkeit des Ortes der Stadt Leobschütz zu kirchlichen Zwecken. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Dorfes blieben dennoch eng mit der Kommende Gröbnig verbunden.

Die frühneuzeitliche Geschichte wurde auch durch die Reformation geprägt. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts bekannte sich ein großer Teil der Einwohner zur evangelischen Lehre. Dadurch kam die katholische Seelsorge zeitweise zum Erliegen, und Babitz wurde erneut von Gröbnig aus betreut. Erst im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts stabilisierte sich die eigenständige katholische Seelsorge wieder.

1633–1776 — eine lange Phase wechselnder Pfarrverwaltung.
1633 erhielt Babitz wieder einen katholischen Geistlichen. Bereits 1639 blieb die nur schwach ausgestattete Stelle jedoch erneut unbesetzt. In der Folge wurde Babitz zeitweise von Zauchwitz und später wieder von Gröbnig aus verwaltet. Die laufenden Kircheneinnahmen wurden während dieser langen Vakanz angelegt und vergrößerten das Pfarrvermögen.

Babitz und die Kommende Gröbnig

Die Verbindung zu Gröbnig ist nicht nur aus späteren Ortsbeschreibungen bekannt. Auch frühneuzeitliche Urkunden und Verwaltungsakten nennen Babitz unter den Orten, die zum Besitz- und Rechtsbereich des Hauses Gröbnig und des Johanniterordens gehörten. Damit war Babitz über lange Zeit in dieselben herrschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen eingebunden wie Gröbnig, Leisnitz, Dittmerau und weitere Dörfer der Umgebung.

Mit der Aufhebung der Ordensgüter im Jahre 1810 endete diese jahrhundertelange Bindung an die Kommende. Für die Familienforschung ist diese Verbindung dennoch von großer Bedeutung, weil viele Besitz-, Abgaben- und Verwaltungsverhältnisse des Dorfes nur im Zusammenhang mit Gröbnig verständlich werden.

Kirche und Pfarrei

Die katholische Pfarrkirche von Babitz ist der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Eine Kirche wird für das Jahr 1582 genannt. Die Baugeschichte des heutigen Gotteshauses ist jedoch mehrstufig: Der ältere Bau wurde im Laufe der folgenden Jahrhunderte wiederholt verändert und im späten 18. Jahrhundert umfassend erneuert. Die heutige Gestalt geht daher nicht auf einen einzigen Bauabschnitt zurück.

Von 1776 bis 1828 wurde Babitz ununterbrochen als Administratur geführt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich daraus wieder eine dauerhaft selbständige Pfarrei. Mit dem Kirchspiel war auch Wernersdorf, das heutige Bernacice, eng verbunden. Das Pfarrhaus wurde in älteren Ortsbeschreibungen wegen seiner ungewöhnlichen Größe und repräsentativen Bauweise besonders hervorgehoben.

Babice nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Babitz Teil Polens und erhielt den heutigen Namen Babice. Die bisherige deutsche Bevölkerung verließ den Ort, während neue polnische Einwohner hier eine Heimat fanden. Damit begann ein neuer Abschnitt der Ortsgeschichte. Die heutige Bevölkerung von Babice setzt die Geschichte des Dorfes fort und bewahrt zugleich die Kirche, den Friedhof, die Flur und andere sichtbare Zeugnisse der älteren Vergangenheit.

Auch die katholische Pfarrgemeinde blieb ein zentraler Bestandteil des Dorflebens. Die Erinnerungskultur der heutigen Gemeinde umfasst dabei sowohl die Geschichte des Ortes selbst als auch die Herkunft und Erfahrungen der nach 1945 angesiedelten Familien.

Für das Ortsfamilienbuch ausgewertete Quellen

  • Kirchenbuch Babitz 1660–1717: Kopie des ursprünglichen Kirchenbuches mit Taufen, Trauungen und Sterbefällen. Genealogische Bibliothek Roland zu Dortmund. Besonderer Dank an Edmund Heide, Josef Schink, Max Mende, Reinhard Klose, Wilhelm Hoffmann und alle weiteren, die zur Rettung und Erhaltung dieser Kirchenbuchkopien beigetragen haben.
  • Kirchenbuchzweitschriften der ehemaligen Erzdiözese Olmütz / Olomouc: Babitz erscheint teilweise als Filialkirche von Gröbnig; sporadische Taufen und Trauungen ab etwa 1700 bis 1852, Sterbefälle ab 1714, jeweils mit Lücken.
  • Kirchenbücher von Babitz, Family History Library / FamilySearch: Taufen, Trauungen und Sterbefälle ab 1718 bis 1947 mit Lücken; für das OFB bis 1945 ausgewertet. FHL-Filme Nr. 937077, 937078, 2162429, 2084487, 2084488 und 2084489.
  • Archiwum Państwowe w Opolu (Staatsarchiv Oppeln): Babitzer Kirchenbücher 1800–1846 sowie weitere Kirchenbuchduplikate und Kreisüberlieferungen mit Babitzer Einträgen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, soweit im Rahmen des OFB ausgewertet.
  • Zivilstandsregister von Babitz und Wernersdorf, Family History Library / FamilySearch: Geburten, Heiraten und Sterbefälle 1874–1884. FHL-Filme Nr. 1899169 und 1899170.
  • Archiwum Państwowe w Opolu (Staatsarchiv Oppeln): Zivilstandsregister des Standesamts Babitz für Babitz und Wernersdorf, Geburten, Heiraten und Sterbefälle 1874–1912, soweit online zugänglich und für das OFB ausgewertet.

Literatur zur Ortsgeschichte

  • Robert Hofrichter: Heimatkunde des Kreises Leobschütz. Geschichtliches der einzelnen Ortschaften des Kreises Leobschütz mit 111 Abbildungen und Plänen, Leobschütz 1914.
  • Georg Beier: Die Dörfer des Kreises Leobschütz, Dülmen 1990.

Weiterführende Links

Historische Ortsnamen werden entsprechend der Sprache und Zeitstellung der jeweiligen Quellen wiedergegeben. Für den heutigen Ort wird der amtliche polnische Name Babice verwendet.


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Pfeil Schlesien
Pfeil Kreis Leobschütz
Pfeil Babitz im geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV
Pfeil Lage, Stadtplan Babitz
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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an:
Uwe Beffert


letzte Aktualisierung der Datenbank Ortsfamilienbuch Babitz: 30.11.2024
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons - Namensnennung 4.0 International Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag
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