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Ortsfamilienbuch BerkaBerka liegt im südwestlichen Harzvorland und ist ein Ortsteil der Gemeinde Katlenburg-Lindau im Landkreis Northeim in Südniedersachsen. Das Dort entstand im ausgehenden 8 Jahrhundert als fränkischer Stützpunkt, Mit seiner ca. um das Jahr 800 gegründeten Taufkirche, einer der ersten Missionszellen in der Region, gilt Berka als eine der ältesten christlichen Gemeinden in Niedersachsen. Berka ist für das Jahr 1050 als Erzpriestersitz im Archidiakonats Nörten belegt. Eine urkundliche Ersterwähnung findet man jedoch erst für 1105 in der Gründungsurkunde des Klosters Katlenburg. Zunächst im Besitz des Klosters Katlenburg, wurde Berka 1322 durch den Bischof von Hildesheim erworben, der Berka dem hildesheimischen Gericht Lindau unterstellte. 1372 wurde Berka mit Gericht, Dorf und Leuten an die unter Mainzer Oberhoheit stehenden von Hardenberg verpfändet. Bis zum Jahr 1622 blieb Berka im Besitz des Erzbistums Mainz. Die Gemeinde kaufte sich 1622 für 200 Taler von der Verpfändung los, womit sie wieder unter der unbestrittenen Landesherrschaft der Welfen (Fsm. Grubenhagen) stand. Ein Vergleich mit dem Mainzer Erzbischof bestätigte 1692 die brauschweig-lüneburgische Landesherrschaft.. Bedingt durch die Zugehörigkeit zu Mainz konnte sich die Reformation in Berka erst vergleichsweise spät durchsetzen. Durch die Lage in der fruchtbaren Rhumeebene, war Berka von jeher landwirtschaftlich geprägt und ein wohlhabendes Dorf, das über die Jahrhunderte vom Getreide, Flachs und Tabak-Anbau lebte. Ortsbildprägend ist die St. Martini-Kirche mit ihrem mittelalterlichen Westturm mit Fachwerkobergeschoß. Das Kirchenschiff wurde in den Jahren 1779-1784 neu an Stelle des Vorgängergebäudes errichtet. Eine wunderschöne spätbarocke Fachwerkkirche auf einem Unterbau aus Bruchsteinen. Bis zur Gebietsreform 1974 war Berka eine eigenständige Gemeinde. Seitdem ist Berka Ortsteil der Gemeinde Katlenburg Lindau. Heute hat Berka ca. 930 Einwohner Seit 2009 gehört Berka gemeinsam mit Elvershausen, Hammenstedt und Marke zur evangelisch-lutherischen Michaelis-Kirchengemeinde im Rhumetal. Ursprünglich gab es für Berka Kirchenbuchaufzeichnungen seit 1647. Im 2. Weltkrieg sind leider die älteren Bücher verloren gegangen. Wie auch viele andere Archivgüter in Südniedersachsen wurden die Kirchenbücher und Kirchenakten zum Schutz vor Bombenangriffen im ehemaligen Kali und Steinsalzbergwerk Volpriehausen eingelagert. Im September 1945 kam es dort zu einer Explosion der dort unterirdisch gelagerten Munition. Bei dieser Explosion wurden auch die alten Kirchenbücher mit vernichtet. Somit sind nur noch vorhanden. Taufregister ab 1744, Trauungen ab 1750 und Begräbnisse ab 1749. Für dieses Ortsfamilienbuch wurden die noch vorhandenen Berkaer Kirchenbücher systematisch ausgewertet. Ergänzt durch die Kopfsteuerbeschreibung für das Fürstentum Grubenhagen von 1689 und die Trauregister aus den Kirchenbüchern in Südniedersachsen für die umliegenden Ortschaften, veröffentlicht in den Trauregistern von Franz Schubert. Eine Steuerliste aus dem Jahre 1710 abgedruckt bei Max Thies:„ Beiträge zur Geschichte des Dorfes Berka“ war ebenso hilfreich um Informationen zur Berkaer Bevölkerung für die Zeit vor den Kirchenbüchern zu erhalten. Ebenso wurde dieses OFB ergänzt durch Angaben aus den Kirchenbüchern von Elvershausen und Marke und Ergebnisse eigener Ahnenforschungen. Zum Teil lagen auch Stammbäume vor, die vor 1945 aus den vernichteten Kirchenbüchern erstellt wurden. Für Ergänzungen und weitere Hinweise bin ich sehr dankbar. Um ein systematisches Erfassen der Daten zu erleichtern, wurde die Schreibweise der Familiennamen größtenteils vereinheitlich. So findet sich machmal für eine Person im Laufe der Jahre verschiedene Versionen des Familiennamens: z.B. Helmold, Hellmold, Helmoldt,Helmhold, Hellemold… Hier wurde dann die Version des Familienamens verwendet, die sich letztendlich durchgesetzt hat (Helmold). |
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Letzter Stand Ortsfamilienbuch Berka: 13.05.2022 |