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Ortsfamilienbuch Buoch

Der Autor dieses OFB Hermann Kull ist am 05.05.2025 verstorben.

Der Ort Buoch, seit 1974 eine Teilgemeinde von Remshalden, liegt auf einer alten Rodungsebene der "Berglen", und war einst der nördlichste Pfarrsprengel im Bistum Konstanz. Ausgrabungen deuten darauf hin, dass hier bereits im 7. Jahrhundert eine erste Holzkirche stand. Die Pfarrei gehörte in der Neuzeit zum Dekanat Waiblingen und war immer das religiöse Zentrum der umliegenden Ansiedlungen.

Für eine ausführliche Beschreibung der Geschichte von Buoch verweisen wir auf das Buch von Karl Apel1 , die Homepage der Gemeinde Remshalden2 , sowie die zahlreichen Publikationen des Buocher Heimatvereins. 3

Die erhaltenen Kirchenbuchaufzeichnungen beginnen mit dem Mischbuch 1, in dem das Taufregister 1579-1599, das Eheregister 1579-1610 sowie das Totenregister 1579-1610 enthalten sind. Bemerkenswert sind die darin enthaltenen Kommunikantenregister von  1579-1584. Der Pfarrer notierte darin alle zur Kommunion (Abendmahl) gekommenen Personen und Familien, teilweise sogar mit Altersangabe.

Das Mischbuch 2 ist im 30jährigen Krieg leider verloren gegangen. Deshalb beginnen die weiteren Aufzeichnungen erst wieder 1664 mit dem Mischbuch 3.

Unsere Datei beinhaltet ausschließlich die in Buoch geborenen und verheirateten Einwohner. Die Taufen, Heiraten und Beerdigungen aus den umliegenden Siedlungen (Reichenbach, Lehnenberg, Spechtshof u.a.), die in der Buocher Kirche des Heiligen St. Sebastian stattfanden, wurden in unserem OFB nicht berücksichtigt. Der häufige Wechsel der Zugehörigkeit zum Pfarrsprengel im Verlaufe der Jahrhunderte hätte den Umfang dieses OFB gesprengt.

Die Buocher lebten vom Ertrag ihrer kargen Böden, insbesondere dem Anbau von Flachs, aus dem die "Weber" dann Leinwand produzierten. Weinbau wurde auf Heppacher Markung, der "Buocher Halde" im Gundelsbacher Tal, betrieben.

Im 19. Jahrhundert trafen sich erstmals bekannte Dichter und Künstler auf Einladung von Pfarrer Maximilian Reinfelder (1767 - 1846) im Buocher Pfarrhaus. Ihnen folgten später weitere bekannte Persönlichkeiten, die sich im "Luftkurort Buoch" wohl fühlten und ihre Spuren im OFB hinterlassen haben.

Wir bedanken uns bei Herrn Michael Bing vom Landeskirchlichen Archiv Stuttgart für die zur Verfügung gestellten Digitalisate bis zum Familienregister Band 15, angelegt 1808. Die noch aktuellen Familienregister, heute im Pfarramt Hebsack verwahrt, konnten wir, mit freundlicher Unterstützung von Fau Sybille Bauer, auswerten. Bei den Abschriften wurden die jeweiligen Sperrzeiten des Archivgesetztes eingehalten. Erstellt wurde die Datei des OFB mit dem Genealogieprogramm "GenPlus".

Mit diesem OFB haben Hermann und Rosemarie Kull die letzte der 5 Teilgemeinden von Remshalden erfasst. Wir bedauern sehr, dass eine Druckversion, wie in den übrigen 4 Ortsteilen, nicht zustande kam. Auch herzlichen Dank im Voraus an alle Genealogen, die uns auf Fehler hinweisen und Ergänzungen beisteuern können.

Grunbach im März 2025

Quellen
1 Karl Apel: Buoch in Wort und Bild, 2002
2 www.remshalden.de >Freizeit & Kultur>Historischer Ortsrundgang >Stationen in Buoch
3 www.heimatverein-buoch.de




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an:
Hermann Kull


Letzter Stand Ortsfamilienbuch Buoch: 07.03.2025
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