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Familiendatenbank Dannenberg (Mark)

(Dorf Dannenberg, Vorwerk Torgelow)

 

Dannenberg gehörte zum Kreis Oberbarnim in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Bad Freienwalde (bis 1990 im Bezirk Frankfurt/Oder, 1990-1993 im Land Brandenburg). Seit der Kreisreform 1993 liegt der Ort im Landkreis Märkisch-Oderland.

 

Abriss der Ortsgeschichte

Dannenberg wird erstmals 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erwähnt und ist höchstwahrscheinlich im Zuge der deutschen Ostsiedlung entstanden. Darauf deuten die Anlage als Angerdorf und der deutsche Ortsname hin. Letzterer bedeutet entweder "Ansiedlung an einem mit Tannen bestandenen Berge" (Brandenburgisches Namenbuch. Teil 5: Die Ortsnamen des Barnim. Weimar 1984, S. 125) oder kann als eine Namensübertragung angesehen werden, wobei nicht sicher ist, ob diese auf die Stadt Dannenberg (Elbe) zurückzuführen ist. In Frage käme auch das bereits 1528 wüst gewesene Dorf Dannenberg bei Danna am Rande des Flämings, zumal im frühen 13. Jahrhundert Siedlungstätigkeiten der Wettiner auf dem Hochplateau des Barnim nachgewiesen sind. Zahlreiche Orte im östlichen Barnim erhielten Ortsnamen, die ganz offenbar aus dem Einflussbereich der Wettiner (im Süden des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt) und aus der Markgrafschaft Meißen übertragen wurden. Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang der Name des Nachbarorts von Dannenberg/Mark: Cöthen.

Dannenberg war ein typisches märkisches Gutsdorf, in dem die Herrschaft die Geschicke des Ortes bestimmte; zeitweise waren sogar drei Rittersitze vorhanden. Die Zahl der Bauern und Kossäten verringerte sich im Laufe der Jahrhunderte, insbesondere im 30jährigen Krieg. 1624 lebten 12 Hüfner und 6 Kossäten im Dorf, 1652 waren es nur noch 4 Kossäten. Die leeren Höfe wurden nur zur Hälfte wieder besetzt, den überwiegenden Teil der Ländereien zog die Herrschaft ein. 1734 zählte Dannenberg nur 108 Einwohner. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl kontinuierlich an, was auf den Zuzug von Gutsarbeitern zurückzuführen ist, und erreichte 1939 ihren historischen Höchststand von 589 Menschen. Seitdem nimmt die Zahl wieder ab. Heute leben nur noch 388 Personen in Dannenberg. Der einzige Erwerbszweig vor Ort war stets die Landwirtschaft. Früher war der Gutsbetrieb der größte Arbeitsgeber, nach dem 2. Weltkrieg die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft). Heute ist es ein reiner Wohnort, der 2001 nach Falkenberg/Mark eingemeindet wurde.

Ursprünglich (1375) war Dannenberg ein Kirchdorf mit eigenem Pfarrer, nach der Reformation jedoch eine Tochterkirche von Gersdorf. 1738, als das älteste heute erhaltene Kirchenbuch angelegt wurde, zählte Dannenberg als Tochterkirche zur Pfarrei Cöthen. Dabei blieb es in der Folgezeit, bis 1926 der Pfarrsitz nach Falkenberg verlegt wurde.

Weitere Angaben zur Ortsgeschichte sind nachzulesen in:
Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VI: Barnim. Bearbeitet von Lieselott Enders unter Mitarbeit von Margot Beck. Weimar 1980 (=Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam, Bd. 16) (Dannenberg S. 108-110, Torgelow S. 574-575).
Siehe auch Wikipedia: Dannenberg/Mark und Torgelow

Hinweise zur Datenbank:

Die Grundlage der Datenbank bilden die evangelischen Kirchenbücher von Dannenberg. Diese beginnen 1738, also verhältnismäßig spät im Vergleich zu umliegenden Orten (Cöthen 1663, Falkenberg 1649, Freienwalde 1706, Gersdorf 1662, Haselberg 1715, Hohenfinow 1649, Wölsickendorf 1699 [Kriegsverlust bis auf Duplikate ab 1825]). Ältere Kirchenbücher waren in Dannenberg auch 1933 nicht vorhanden (Die Kirchenbücher der evangelischen Kirchen in der Provinz Brandenburg. In: Archiv für Sippenforschung 1933, S. 97-141, hier S. 107), wobei es unwahrscheinlich ist, dass vor 1738 keine Kirchenbücher geführt wurden. Die Schreiber sind zweifellos die Pfarrer selbst gewesen, da mit Dienstantritt eines jeden neuen Pfarrers die Handschrift wechselt. Die ersten 30 Jahre wurde das Kirchenbuch nur oberflächlich geführt: In Taufeinträgen werden die Kindesmütter nicht genannt, in Traueinträgen stehen außer dem Traudatum und den Namen des Brautpaars keine weiteren Angaben, ebenso wortkarg sind die Begräbniseinträge, Berufsbezeichnungen werden nur teilweise erwähnt. Ab 1766 wurden die Einträge nicht mehr chronologisch vorgenommen, sondern getrennt nach Taufen, Trauungen und Begräbnissen.

Alle in den Kirchenbüchern zu findenden Informationen wurden in die Datenbank übertragen. Das betrifft nicht nur die Tauf-, Trau- und Begräbnisdaten, sondern auch die Paten und Angaben wie beispielsweise die Art von Begräbnissen. Teilweise konnte die Herkunft einiger Personen erst durch die Analyse der Paten geklärt werden. Diese wurden in Textform übernommen und zusätzlich verlinkt, wenn sie in Dannenberg wohnten oder mit den Eltern des getauften Kindes erkennbar verwandt waren. Durch die Verlinkung der Paten sind die verwandtschaftlichen Beziehungen leichter nachvollziehbar. Da Dannenberg zur Kirchengemeinde und zum Rittergut Cöthen gehörte, waren die Beziehungen zwischen beiden Dörfern besonders eng. Infolgedessen konnten dem Cöthener Kirchenbuch sehr viele ergänzende Angaben entnommen werden.

Trotz aller Sorgfalt sind Fehler nicht zu vermeiden. Daher wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mich über ensprechende Funde informieren würden.

Bad Freienwalde (Oder), 28. März 2023

Stefan Rückling

Ansichtskarte, Stempel vom 11. Februar 1943

 

Abkürzungen und Siglen

BArch: Bundesarchiv
GStA PK: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin
SBB: Staatsbibliothek zu Berlin

 

Quellenverzeichnis

Personenstandsquellen

  • Ev. Kirchenbücher von Dannenberg (archion.de):
    • Taufen 1738-1773
    • Trauungen 1741-1765
    • Begräbnisse 1738-1765

Literatur

  • Schmidt, Rudolf: Geschichte der Stadt Eberswalde. 2 Bände. Eberswalde 1941

Internet




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Pfeil Dannenberg (Mark) im geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV
Pfeil Dannenberg (Mark) in Wikipedia
Pfeil Lage, Stadtplan Dannenberg (Mark)
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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Stefan Rückling


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