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Ortsfamilienbuch Finkenbach


Kirche Finkenbach (Foto: Manfred Heiss)

Die ersten Huben im Finkenbachtal wurden vermutlich schon im 11. Jahrhundert von den als Dienstmannen des Klosters Lorsch tätigen Schenken und späteren Grafen von Erbach gegründet. Urkundlich wurde der Ort im Jahr 1347 anlässlich der Hochzeit der Erbacher Grafentochter Margarete mit dem Ritter Engelhard II. von Hirschhorn erwähnt. Der Vater der Braut, Schenk Konrad IV., gab seiner Tochter Zinsen von seinen Gütern in Finkenbach und Falken-Gesäß. Diese Urkunde dokumentiert aber auch die bis 1949 andauernde Zweiteilung von Ober- und Unter-Finkenbach.

Ober-Finkenbach gehörte als selbstständige Gemeinde mit dem Weiler Hinterbach und Raubach zum Kirchspiel Beerfelden, das im Süden der Gemarkung östlich des Finkenbachs gelegene Unter-Finkenbach jedoch verwaltungsmäßig und auch kirchlich zu Rothenberg. Der Zusammenschluss zur Gemeinde Finkenbach erfolgte 1949, mit der Gemeindereform 1971 wurde Finkenbach ein Ortsteil der Gemeinde Rothenberg, seit 2018 ist die Gemeinde in der neu gegründeten Stadt Oberzent aufgegangen.

Bereits im Jahr 1806, als Finkenbach mit der Grafschaft Erbach in das Großherzogtum Hessen-Darmstadt eingegliedert wurde, gab es Bestrebungen beide Ortsteile zu vereinigen. Im 19. Jahrhundert scheiterte z.B. die Bildung einer gemeinsamen Schule, weil Unter-Finkenbach eine solche zusammen mit dem ebenfalls zu Rothenberg gehörenden Ortsteil Ober-Hainbrunn bauen wollte. 1849 verfügte schließlich die oberste Schulbehörde in Darmstadt gegen den Widerstand der Unter-Finkenbacher den Bau einer gemeinsamen Finkenbacher Schule.

Der heutige Stadtteil Hinterbach wurde erstmals 1364 als Walddistrikt erwähnt. Er verfügte über keinen eigenen Bürgermeister und wurde von der Bürgermeisterei Finkenbach mit verwaltet. Erst mit der Fusion zur Stadt Oberzent erhielt die Hinterbach den Status eines Ortsteils, was von den Einwohnern gebührend gefeiert wurde.

Mit etwa100 Einwohnern ist die Raubach der kleinste Stadteil der Stadt Oberzent. Diese Siedlung wurde erst um 1740 gegründet. Damals schenkte der Graf von Erbach-Fürstenau einer Gruppe obdachloser Menschen ein 128 Morgen großes Waldstück. Im Jahr 1806 wurde Raubach eine eigenständige Gemeinde, die vom Bürgermeister von Finkenbach und später von Rothenberg mit verwaltet wurde.

Besondere Erwähnung verdient der 1866 geborene “Raubacher Jockel”, ein Odenwälder Original, mit bürgerlichem Namen Jakob Ihrig, ein wahres Multitalent, das sich seinen Lebensunterhalt als Köhler, Waldarbeiter, Gemeindediener, Totengräber, Uhrmacher und Feldschütz verdienen musste. Über die Grenzen des kleinen Ortes wurde er jedoch als Musikant bekannt. Noch heute werden viele Anekdoten über ihn erzählt, wobei nicht immer ganz klar ist, ob diese tatsächlich auf ihn zurückzuführen sind. Die Raubacher haben ihrem prominenten Mitbürger vor einigen Jahren im Ort ein Denkmal gesetzt, auf dem er mit seiner Ziehharmonika abgebildet ist.
Die ab 1677/78 vorhandenen Kirchenbücher der Pfarrei Beerfelden wurden vom Heimat- und Geschichtsverein Oberzent bis zum Jahr 1875 erfasst und dienten als Grundlage für das Online-Ortsfamilienbuch. Ältere Kirchenbücher wurden bei dem großen Stadtbrand in Beerfelden im Jahr 1810 ein Raub der Flammen.

Seit der Fusion zur Stadt Oberzent 2018 gehört Finkenbach auch kirchlich zur Pfarrei Rothenberg.
 




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Manfred Heiss