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Ortsfamilienbuch Gembitz HaulandGemeindechronik Im Jahr 1735 schlossen 13 deutsche Kolonisten mit Nikolaus von Mielecki aus Gembitz (heute Gebice) einen Vertrag, um sich mit einem Holländervertrag auf seinem Landgut niederzulassen. Zusätzlich zu den Rechten an einem Hufe Land erhielten die Siedler einen halben Hufe als Gemeinschaftseigentum für die Errichtung einer lutherischen Kirche, einer Schule und eines Friedhofs. Paul Dams, ein ehemaliger Lehrer in Gembitzhauland, schrieb in seinen Memoiren, dass die Gemeinde 1919 ihr 200-jähriges Bestehen feierte, was darauf hindeutet, dass die ersten Familien bereits früher in die Gemeinde gekommen waren. 1744 verkaufte Mielecki sein Anwesen an Martin von Radomski. Radomski zwang die Bewohner, einen neuen, weniger günstigen Vertrag zu unterzeichnen. Bis 1825 wurde das Anwesen erneut verkauft, diesmal an Kasmir von Paliszewski. 1825 beantragte Paliszewski bei der Königlichen Generalkommission für das Großherzogtum Posen die Rückkauf der Holz- und Weiderechte der Bauern in seinen Wäldern. Fünf Jahre später unterzeichnete er eine Vereinbarung mit dem Titel „Auseinandersetzungs-Rezess von Gembicer Hauland”, mit der er das Eigentum an seinem Grundbesitz an 39 holländische Familien abtrat. König Friedrich Wilhelm IV. schenkte der Gemeinde 1835 zwei Glocken. Eine der Glocken wurde später durch eine größere Glocke ersetzt. Heute steht eine dieser Glocken in einem Glockenturm neben der Kirche. Kirchengeschichte Die evangelische Kirche in Gembitzhauland war eine von drei Mutterkirchen, die durch Ministerialerlass am 4. und 22. Oktober 1856 innerhalb der Gemeinde Gembitz gegründet wurden. Neben Gembitzhauland waren dies die Kirchen Gembitz und Fitzerie (heute Maranowo), die sich 1861 zusammenschlossen. Drei weitere Gemeinden, Polajewohauland (heute Polajewice), Glasshütte (heute Niewiemko, früher Alt Niewiemko) und Niewiemko (früher Neu Niewiemko und später Neuhütte), schlossen sich mit der Gemeinde Gembitzhauland zur neuen Kirche zusammen. Jede Gemeinde war zuvor Teil der Gemeinde Gramsdorf (heute Bukowiec) gewesen. In Gembitzhauland gab es 1856 ein Fachwerkgebetshaus, das 1814 erbaut worden war, nachdem das Gebetshaus der Gemeinde von 1780 niedergebrannt war. Das Gebäude von 1814 diente der Gemeinde als Kirche, bis es am 11. Juli 1893 ebenfalls niederbrannte. Eine neue Backsteinkirche wurde am 16. November 1900 geweiht. Heute dient das Gebäude der Gemeinde Gebiczyn als römisch-katholische Kirche St. Johannes von Dukla. Quelle: „Geschicht der evangelischen Parochien in der Provinz Posen” von Albert Werner, 1898 Kirchenbücher
Standesamt
Weitere Aufzeichnungen aus dem Archiwum Panstwowe w Pozananiu
Grundbuch
Verschiedene Quellen
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Letzter Stand Ortsfamilienbuch Gembitz Hauland: 01.08.2025 |
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