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Ortsfamilienbuch Oberhonnefeld (Kirchspiel Honnefeld)

Das evangelisch-reformierte Kirchspiel Honnefeld mit seinen Ortschaften Ober- und Niederhonnefeld, Ellingen, Gierend und Gierenderhöhe, Ober- und Niederhümmerich, Ober- und Niederraden, Jahrsfeld sowie noch Straßenhaus, liegt im nördlichen Teil des Kreises Neuwied. Die Kirche mit dem Pfarramt befindet sich in Oberhonnefeld. Das Kirchspiel gehörte seit der Frühzeit zur Grafschaft und zuletzt zum Fürstentum Wied. Der spätere Kirchensprengel wird größtenteils schon im Jahr 857 in einer Zehntterminatio für die Rengsdorfer St. Kastorkirche umschrieben. Um 1000/1100 wird in einem undatierten Evangeliar die Kirche zu Honnefeld erstmals erwähnt, 1204 dann als selbständige Pfarrkirche, wahrscheinlich St. Kastor geweiht.
Politisch kam das Kirchspiel Honnefeld an die Landesherrschaft der Grafen zu Wied, die 1556 die Reformation in ihrer Herrschaft einführten. Zu dieser Zeit gehörten diese Siedlungen zum Kirchspiel: Honnefeld: Honnefeld bei der Kirche, Ellgen (Ellingen), Geret (Gierend), Ober- und Nieder-Hömberg (Hümmerich), Ober- und Nieder-Adenhaen (Ober- u. Niederraden) sowie Jarsfeld. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte kamen noch die Wohnplätze der Honnefelder Eisenhütte mit dem Eisenhammer bei Jahrsfeld und die Kupferhütte bei Niederhonnefeld dazu sowie 1699 das Straßenhaus und um 1840 das erste Haus auf der Heide bei Gierend (Gierenderhöhe).
Die ersten Einwohnerverzeichnisse stammen aus dem 16. Jahrhundert, beginnend 1542 mit der ersten Türkensteuerliste. Die hier notierten Einwohner sind oft nur mit ihrem Rufnamen gelistet, aber auch schon mit Beinamen. Meist stellen diese Beinamen den Namen des Hausvorstandes dar, sind also sogenannte Hausnamen, die teilweise Generationen später noch auf anderen Listen erscheinen. So kommt es vor, wenn auch sehr selten, dass solche frühen Bei- bzw. Hausnamen zu Familiennamen im heutigen Sinne geworden sind.
Familiennamen sind also über Generationen vererbte Beinamen, die durch das Anwachsen der Bevölkerung in den Kanzleien der Landherren z. B. im Steuer- und Abgabewesen notwendig wurden. Wann dieser Vorgang in der Grafschaft Wied einsetzte, lässt sich schwer sagen, weil zu viele Faktoren dabei eine Rolle spielen. Es scheint aber so zu sein, dass in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts die ersten Beinamen, eingeleitet durch Kanzleien der wiedischen Landesherrschaft, fest und von den Nachkommen als Familiennamen getragen wurden.
1678 beginnen für das Kirchspiel Honnefeld die ersten Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern und zwar mit den Taufen, Heiraten und Begräbnissen. Anfänglich erkennt man bei den Einträgen noch Probleme mit dem Verstehen des örtlichen Dialekts, wodurch hin und wieder die (nichtamtlichen) Hausnamen mit den (amtlichen) Familiennamen verwechselt wurden.
Zu den ausgewerteten Kirchenbüchern ist vorweg anzumerken, dass die ersten drei (bis 1794) in der Regel bei den Geburts- und Sterbefällen nur Tauf- und Begräbnisdaten enthalten, also keine Geburts- und Sterbedaten. Ausgewertet wurden die Taufen/Geburten von 1678 bis 1910, die Heiraten bis etwa 1930 sowie die Begräbnisse/Sterbefälle, hier teilweise bis 1980.
Bedingt durch Bergbau und die Werke der Eisen- und Kupferverhüttung hielten sich auch viele Lutheraner im Kirchspiel auf, meist aus dem sächsischen Erzgebirge stammend. In manchen Fällen gründeten diese Berg- bzw. Hüttenleute Familien, wovon Nachkommen noch heute hier leben, wie beispielsweise die Träger der Namen Heusing, Töbel, Wierig, Stemmler oder Vogtmann.
Auch bedingt durch den Bergbau in Nachbarregionen, vorwiegend dem katholischen Kirchspiel Horhausen mit seinen Eisenerzgruben, kam es dazu, dass vor der Mitte des 19. Jahrhunderts evangelischen Bergleute mit ihren Familien kirchlich in Honnefeld versorgt wurden.

Wer bei seinen Vorfahren im Kirchspiel Honnefeld nicht oder nicht weiter fündig wird, für den könnten die reformierten Nachbarkirchspiele Altwied, Anhausen, Bieber, Feldkirchen, Flammersfeld, Oberdrei, Niederwambach, Puderbach oder Urbach erfolgversprechend sein sowie noch die katholischen Kirchspiele Horhausen, Neustadt/Wied, Oberlahr oder Peterslahr.

Troisdorf, August 2023
Karl Erich Anhäuser

Dieses Vorwort wurde von Karl-Erich Anhäuser verfasst, der auch alle Daten dieses OFB bis 1838 zusammengetragen hat. Gemeinsam haben wir dann die weiteren Daten bis 1910 (Geburten), 1940 (Heiraten) und 1990 (Sterbefälle) ergänzt und ich habe mich um die Digitalisierung gekümmert.

Für die Kirchenbücher von Honnefeld sowie der im Gebiet der Ev. Kirche im Rheinland gelegenen Kirchspiele habe ich bei der Quellenangabe statt der ausführlichen Buchtitel die Signaturen der Archivstelle Boppard verwendet, soweit die Bücher verfilmt und in Boppard archiviert sind. Die im Pfarrarchiv aufbewahrten Bücher werden mit vollem Titel genannt.

Die Signaturen für Honnefeld entsprechen folgenden Kirchenbüchern:
198/1 Taufen, Trauungen und Sterbefälle 1678-1729
198/2 Taufen, Trauungen und Sterbefälle 1730-1763
198/3 Taufen, Trauungen und Sterbefälle 1764-1794
198/4 Taufen 1795-1838
198/5 Taufen 1838-1860
198/6 Taufen 1861-1879
198/7 Trauungen und Beerdigungen 1795-1838
198/8 Trauungen 1838-1881
198/9 Sterberegister 1838-1866
198/10 Sterberegister 1866-1927

An dieser Stelle möchte ich Otmar Rüdig aus Neuwied danken, der die Kirchenbücher aller von mir bearbeiteten Kirchspiele im Archiv in Boppard und in den Pfarrämtern abfotografiert, mir als PDF zur Verfügung gestellt und mich damit in die Lage versetzt hat, die Familienbücher von zu Hause aus zu erstellen. Die Qualität der Fotos geht weit über das hinaus, was die Verfilmung der Kirchenbücher in den Archiven bietet. Ohne ihn hätte ich meine Urlaube in Archiven verbringen müssen.

Eine Bemerkung noch zum Schluss: Ich habe alle Daten der von mir bearbeiteten Kirchspiele in einer Datei gesammelt. Das hat zwar den Vorteil, dass ich bei Personen, die in mehreren Kirchspielen erwähnt werden, Änderungen oder Ergänzungen nur in einem Eintrag bearbeiten muss, zumal ich bei nach Kirchspielen getrennten Datenbanken nicht immer wissen kann, wo die Person noch vorkommt. Es hat aber den Nachteil, dass man ein Kriterium benötigt, welches die spätere Trennung ermöglicht. Da ich nicht sicher bin, dass mir das zu 100% gelungen ist, mag es sein, dass hier Personen aufgeführt werden, die nur über Umwege im Zusammenhang mit den Orten im Kirchspiel stehen. Andererseits bin ich sicher, dass alle Personen, die im Kirchspiel Honnefeld geboren wurden, geheiratet haben oder gestorben sind, im vorliegenden Familienbuch genannt sind.

Rengsdorf, August 2023
Ortwin Reinhard




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Ortwin Reinhard