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Ortsfamilienbuch Langendorf

In Schlesien gab es mehrere Dörfer mit dem Namen Langendorf.
Die vorliegenden Daten beziehen sich auf Langendorf/Bodzanów in Oberschlesien im Kreis Neisse/Powiat Nysa, liegt ca. 15 km südlich von der Stadt Neisse entfernt und grenzt im Süden direkt an Ziegenhals.

Dieses OFB Langendorf befindet sich im Aufbau und enthält sowohl Ergebnisse gezielter Vorfahrenforschung, als auch Ergebnisse einer systematischen Erfassung von Kirchenbüchern und Standesamtsunterlagen. Der Autor hat auch die Taufpaten und Trauzeugen sowie die (wechselnden) Lebensorte und Berufe erfasst.
(Bei Bedarf bitte nachfragen)

Historische Landkarten_1880_1898
Glatz_Grafschaft in Schlesien
Ausschnitt_Neisse_Ziegenhals
Messtischblatt_5670_Ziegenhals
- Ausgabe unbekannt –
Ausschnitt_Langendorf_Rothfest

Bevor die kath. Kirche St. Joseph in Langendorf/Bodzanów eine eigenständige Pfarrei wurde, wurden die Ereignisse in den Kirchenbüchern von Ziegenhals/Głuchołazy eingetragen.

Zum Kirchspiel Ziegenhals/Głuchołazy im Kreis Neisse/Powiat Nysa gehörten zeitweise die
- Dörfer:                    Langendorf/Bodzanów, Dürr Kunzendorf/Konradów
- Kolonien/Ortsteile: Rothfest/Rudawa, Waldhof/Dłużnica
- Militär:                    12te Invaliden Compagnie, 2te Abteilung

Stand der systematischen Erfassung Dezember 2022

kath. Kirchenbücher

*

+

oo

KB Ziegenhals mit Langendorf und Dürr Kunzendorf

 

 

 

davon Langendorf

1797-1802

 

 

davon Dürr Kunzendorf

 

 

 

 

 

 

 

KB Ziegenhals, Kapitel mit Stadt, Ober- Nieder- Biel- Vorstadt

 

 

1800-1874

KB Ziegenhals, Kapitel Langendorf

1803-1851

1825-1871

 

KB Ziegenhals, Kapitel Waldhof

1803-1851

1854-1873

 

KB Ziegenhals, Kapitel Dürr Kunzendorf

 

 

 

KB Ziegenhals, Kapitel 12te Inv.-Comp. 2te Abt.

 

 

 

 

 

 

 

Langendorf

1852-1912

1878-1912

1878-1909

 

Standesamt

*

+

oo

Ziegenhals

 

 

1874-1899

Langendorf mit Rothfest

1881-1912

1874-1910

1874-1912

     
       
Quellen:
  • Katholische Kirchenbücher
    • Kirche St. Laurentius in Ziegenhals/Głuchołazy
    • Taufen             1734 - 1945 (Mikrofilme der Mormonen)
    • Heiraten          1786 - 1947 (Mikrofilme der Mormonen)
    • Tote                 1783 - 1949 (Mikrofilme der Mormonen)
    •  
    • Kirche St. Joseph in Langendorf/Bodzanów
    • Taufen             1852 - 1931 (Mikrofilme der Mormonen)
    • Heiraten          1878 - 1909 (Mikrofilme der Mormonen)
    • Tote                 1874 - 1949 (Mikrofilme der Mormonen)
    •  
  • Zivilstands-Bücher:
    • Taufen, Heiraten, Tote   1874 – 1884 StA Langendorf (1945 (Mikrofilme der Mormonen)
    • Taufen, Heiraten, Tote   1885 – 1912 StA Langendorf (polnisches Staatsarchiv in Opole)
    •  
  • Sonstige Literatur:
    • Heft:    Langendorf Kreis Neisse Otto Jüttner Haste 1996
    • Buch:   Die Dörfer des Kreise Neisse, 3. Auflage 2012, Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes e. V. Hildesheim von Franz-Christian Jarczyk

Zu den Daten:

In alten Kirchenbüchern wurde nicht der Tag der Geburt, sondern der Tag der Taufe eingetragen. Bei den Personendaten wird darauf nicht einzeln hingewiesen, es gilt aber als wahrscheinlich, dass die Taufangaben tatsächlich die Geburtstage sind.

Ungefähre Daten zum Jahr der Geburt und des Todes beruhen auf eigenen Berechnungen nach dem Heirats- oder Sterbealter, das in den Kirchenbüchern vermerkt ist.

Es ist nicht auszuschließen, dass Personen doppelt vorkommen, besonders dann, wenn bei Heirat Hinweise auf die Eltern fehlten und eine eindeutige Zuordnung nicht möglich war.

Bei unterschiedlicher Schreibweise der Familiennamen (oft innerhalb einer Generation) wurde die gewählt, die 1945 bestand,
z.B. Mayer, Meyer = Meier -  Grondey, Grundey = Grundei.
Ein Fragezeichen hinter einem Namen, Ort oder Datum bedeutet, dass mir eine eindeutige Entzifferung nicht möglich war.

Über den Ort

  1. Für den Forscher interessante Informationen finden sich in dem Heft: „Langendorf Kreis Neisse“ von Otto Jüttner, Haste 1996. Zusammengestellt sind Berichte von mehreren Autoren zum Ort und seine Umgebung.
  2. Eine Kurzfassung über das Dorf und seine Bewohner findet sich in dem Buch „Die Dörfer des Kreises Neisse“ von dem gebürtigen Schlesier Franz-Christian Jarczyk ( 3. Auflage 2012, Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes e.V. Hildesheim)

Dorfcharakter
An beiden Seiten des wasserführenden Dorfbach (Mangergraben) führt eine Straße.
An diesen Straßen liegen die meisten alten Häuser mit den dahinterliegenden (gegen Westen (Biele und Bielewiesen) bzw. gegen Osten (Neisser Chaussee)) liegenden Grundstücken. Der Straßendorfcharakter ist noch deutlich zu sehen, obwohl viele Neubauten (Siedlungen) im Laufe der Zeit dazukamen.

Geographische Lage
Langendorf, ein Arbeiter- und Bauerndorf, war das größte Dorf im Landkreis. Langendorf liegt im südlichen Kreisgebiet, 15 km von Neisse entfernt an der Straße über Preiland-Alt Wette-Deutsch Wette, zwischen der ehemaligen Reichsstraße Nr. 148 und der Biele, 250 bis 290 m über NN. Der Dorfbach fließt mitten durch den Ort, der zusammen mit dem Ortsteil Rothfest ein etwa 3,8 km langes Straßendorf bildet; am südlichen Ortsende beginnt die Stadt Ziegenhals. Die nächsten Bahnhöfe sind Rothfest an der Strecke Deutsch Wette-Großkunzendorf und Ziegenhals-Hauptbahnhof (2 km). Durch Ziegenhals führte eine Omnibuslinie, eine Poststelle war im Ort.

Zur Geschichte
Im Jahr 1840 wurde eine brandkeramische Pflugschar gefunden, die auf eine frühe Besiedlung hinweist. Langendorf wird erstmals in einer Urkunde von 1263 genannt („longa villa“). Nach dem Lib. Fund. (um 1300) besaß der Ort 66 große Huben, die für kleine lagen.

Die Gemeinde

  • Langendorf (Bürgermeister 1935 und 1942: Paul Langer) war Sitz des Amtsbezirks (zuständig auch für Deutsch Wette und Winsdorf) und des Standesamts; der Gendarmerieposten war in Ziegenhals. Die nächste Station der Grauen Schwestern war in Deutsch Wette, 1927 gegründet. Seit 1859 waren die Ortsteile Nieder- und Oberlangendorf vereinigt; zur Gemeinde gehörten die Kolonien Rothfest und Waldhof.
  • Ein Schulmeisterhaus wird 1784 erwähnt, 1829 wurde ein neuer Bau errichtet, 1912 ein neues Klassenhaus. 1925 besuchten 210 Kinder die vierklassige Schule.
    Unterricht gaben 1925: Hauptlehrer Julius Jitschin (auch 1939), Lehrer Oswald Dorn, Lehrer Hans Sannig (auch 1939), Lehrer Albert Schliebs; 1935: Lehrerin Hedwig Boidol, Lehrer Reinhard Kunisch (auch 1939), Lehrer Franz Zingler.
  • Die Gemeindeflur ist 1500 ha groß. Als Flurname ist „der Tschutsch“ bekannt. Das Rittergut mit dem Vorwerk Hedwigshof war 1623 vom Breslauer Bischof Erzherzog Karl den Jesuiten in Neisse zum Unterhalt des Gymnasiums überlassen worden; seit 1859 war es im Besitz der Familie von Maubeuge, 1937 war es bereits aufgeteilt (84 ha).

Kirche

  • Eine katholische Kirche (Patrozinium St. Joseph) wird im 16. Jahrhundert als Filiale von Ziegenhals erwähnt. Die jetzige Kirche erbauten 1692-1708 die Jesuiten. Zum Kirchenschatz gehörte ein Rokokokelch von 1778. Im Jahr 1940 bestand ein Kloster der Oblaten:der Unbefleckten Jungfrau Maria.
    Die Seelsorge betreute 1940 als Kuratus P. Paul Schepers OMI. Jungkirmes war am 4. Sonntag nach Ostern, Altkirmes (Kirchweih) am: Sonntag nach St. Hedwig (15.10.)
  • Die nächste evangelische Kirche war in Ziegenhals.

Bevölkerung
Einwohnerentwicklung

  • Die Anzahl der Einwohner mit Häusern und Haushalten war
    In Langendorf:
    1784:     Niederlangendorf 55 Stellen
                 Oberlangendorf 149 Stellen
    1855:     2018 Einwohner
    1895:     1751 Einwohner (35 ev.), 315 Häuser, 445 Haushalte
    1939:     221 Einwohner, 610 Haushalte (einschließlich Rothfest)
    In Rothfest:
  • Ortsteil Rothfest (1613 als alte Wehranlage "Die Rote feste" erwähnt)
    1939:     323 Einwohner in 90 Haushalten

Im Ort gab es 1937:
3 Bäcker, 1 Betonwarenfabrik, 2 Fleischer, 1 Friseur, 2 Gartenbaubetriebe, 6 Gasthöfe, 4 Gemischtwarenläden, 3 Holzhandlungen, 2 Holzwarenfabriken, 1 Maler, 2 Mechaniker, 1 Mühle, 1 Papierfabrik, 3 Schmieden, 4 Schneider, 6 Schuhmacher, 2 Stellmacher, 1 Strickwarenfabrik, 5 Tischler, 1 Kreis- und Girokasse, 1 Spar- und Darlehnskasse, 1 Elektrizitäts-Genossenschaft. Eine Hebamme wohnte im Ort. Die Holzschleiferei und Lederpappenfabrik Filke und Singer (1901 gegr.) beschäftigte 75 Angestellte und Arbeiter, das Sägewerk Grundei hatte 50 Arbeiter und das Sägewerk Nitsche 75 Arbeiter.

Flucht und Vertreibung 1945
Nach der Besetzung des Orts durch die Polen wurden die deutschen Einwohner vertrieben, sie mussten den Weg von Langendorf bis Glatz (etwa 50 km) zu Fuß zurücklegen.

Bilder:
kath. Kirche Langendorf, St. Joseph

Außenansicht 2013 Innenansicht 2013 Innenansicht 1942 St. Joseph kath. Kirche Langendorf
Erstkommunion 1942? mit Kuratus Paul Schepers
© 2022 | Michels | Leverkusen


Über die Richtigkeit der vorliegenden Angaben:
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass diese Datenbank die eigene Forschung nicht ersetzen kann, denn auch bei größtmöglicher Sorgfalt können mir Fehler bei Daten, Ortsangaben oder besonders bei Familienverknüpfungen unterlaufen sein, so dass ich keine Haftung für Richtigkeit übernehmen kann.
Für alle Hinweise auf Fehler und für Ergänzungen bin ich immer dankbar und sind erwünscht.

Besonders danke ich allen Personen, die früher in Langendorf gewohnt und aufgewachsenen sind und mir viele Daten zu Langendorf zukommen ließen, besonders meinem verstorbenen Schwiegervater und der verstorbenen Cousine meines Schwiegervaters, die mir sehr viel von und über Langendorf erzählen konnten.

Dank gilt auch allen Forschern, die ihre Dokumente und Forschungsergebnisse uneigennützig zur Verfügung stellten und Herbert Juling, dessen Arbeit die Einstellung erst ermöglicht.




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Karl-Heinz Michels


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