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Ortsfamilienbuch Pötnitz1933 wurden die vorher eigenständigen und historisch zu Anhalt gehörenden Dörfer Pötnitz, Scholitz und Dellnau zur Gemeinde Mildensee, die Dörfer Jonitz und Naundorf 1935 zur Gemeinde Waldersee zusammengeschlossen, die heute zwei Stadtbezirke der Stadt Dessau-Roßlau im Land Sachsen-Anhalt bilden. Die ehemaligen Ortschaften Das Pfarrdorf Pötnitz war der einst Hauptort und bildete mit Scholitz seit 1552 eine Parochie, in die seit dem 17. Jahrhundert Dellnau, im 18. Jahrhundert auch die Kapenmühle und das Torhaus eingepfarrt waren. Pötnitz wurde 1179 erstmals als „Pietnici“ erwähnt und 1198 zu einem Pfarrort erhoben. Von der ursprünglich dreischiffigen romanischen Kirche aus dem 12. Jahrhundert wurden 1798 die beiden Seitenschiffe entfernt. 1805 fanden neben dem Neubau des Turms auch andere Erneuerungen im neugotischen Stil statt, die der Kirche das heutige Aussehen verliehen. Die Pfarrer von Pötnitz hatten neben Jonitz mit Naundorf zeitweise auch das Kirchspiel Sollnitz-Kleutsch zu verwalten. Der nach Pötnitz eingepfarrte Ort Scholitz wurde als „Scholuz“ ebenfalls 1179 ersterwähnt und bestand ursprünglich aus zwei Orten: das heutige Scholitz, das bereits seit dem frühen 14. Jahrhundert ein adliges Rittergut besaß, und Altscholitz, das um 1550 wüst war und dessen Stätte durch Erweiterung Teil des neuen Dorfs wurde. Dellnau wurde im späten 17. Jahrhundert zunächst als Vorwerk – 1682 wird erstmals eine Schäferei „auf der Telnau“ erwähnt –, später als Dorf neu aufgebaut. Die 1205 als „Dilnize“ erstmals erwähnte Ortschaft war spätestens seit dem 16. Jahrhundert wüst; 1400 wurde sie als „Delnow“ noch in der Dessauer Brückenurkunde erwähnt. Dellnau war stets nach Pötnitz eingepfarrt. „Gonici“ wird der Ort Jonitz bei seiner Ersterwähnung 1179 geschrieben, über „Gonize“ und „Gonitz“ hat sich die heutige Form entwickelt. Die 1725 eingeweihte Bartholomäuskirche wurde von Herzog Franz von Anhalt seit 1817 erneuert. Seit der Fertigstellung 1821 schmückt ein Obelisk den Kirchturm, unter dem die Gebeine des Herzogs Leopold Friedrich Franz von Anhalt ruhen. Mit dem eingepfarrten Naundorf, einem 1707 auf wüster Stätte neu errichteten Dorf, wurde Jonitz bis zum Bau der Kirche von Pötnitz als Filialgemeinde betreut, bekam dann eigene Pfarrer und war von 1743 bis 1939 wieder Filial von Pötnitz.
Quellen Für die Erfassung der genealogischen Daten wurden bzw. werden hauptsächlich folgende Kirchenbücher benutz:
Erläuterungen zur Erstellung Das Ortsfamilienbuch befindet sich derzeit in der Bearbeitungsphase und wird regelmäßig aktualisiert. Die Schreibweise der Vor- und Familiennamen wurde weitgehend vereinheitlicht und an heute übliche Schreibweisen angepasst. Wohnorte und Angaben zum Beruf oder Stand einer Person sind mit einer Zeitspanne angegeben, die als Mindestwert zu verstehen ist. Ob Personen bereits früher oder auch später noch den Beruf ausübten bzw. im Ort wohnten, lässt sich nicht in allen Fällen aus den Quellen ermitteln. Daten mit dem Zusatz „errechnet“ sind aus Altersangaben anderer Einträge errechnet und können je nach Sorgfalt des Schreibers mehr oder weniger stark abweichen. Geburtsorte ohne zugehörige Datumsangaben sollten als Herkunftsorte verstanden werden. Jahreszahlen mit dem Zusatz „um“ sind Vermutungen. Errata Da trotz sorgfältiger und gewissenhafter Arbeit Fehler im Ortsfamilienbuch nicht ausgeschlossen werden können, werden ergänzende und korrigierende Hinweise gern entgegengenommen und eingearbeitet. Literatur
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letzte Aktualisierung der Datenbank Ortsfamilienbuch Pötnitz: 23.09.2026 |
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