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Ortsfamilienbuch Rongstock (Tetschen)

Das OFB Rongstock (Tetschen) enthielt zu Anfang hauptsächlich die Familiendaten aus dem Ort Rongstock. Nach und nach sind weitere Orte aus der unmittelbaren Umgebung im Süden vom Kreis Tetschen (Böhmen, heutiges Tschechien) hinzugekommen. Inzwischen konnten folgende Kirchenbüchern aus den nachstehenden Orten ausgewertet und die Daten miteinander verknüpft werden:

Ort

Taufen

Heiraten

Sterbefälle

Alt-Bohmen (Stará Bohyně)

1703 – 1704,
1744 – 1857

1703, 1763 – 1888

1703, 1777 – 1900

Barken (Borek)

1703 – 1704,
1744 – 1885

1703, 1763 – 1784,
1939

1703, 1777 – 1784,
1939

Buschmühle (Lesní Mlýn),
inkl. Steinbach Häuser vor 1805

1703 – 1704,
1744 – 1864

1703, 1763 – 1892
1896 – 1904

1703, 1777 – 1784

Gleimen (Hliněná)
(Lücke der Taufen 1845-46)

1703 – 1704,
1744 – 1876

1703, 1763 – 1900

1703, 1777 – 1840,
1939

Hortau (Lesná)

1703 – 1704,
1744 – 1800

1703, 1763 – 1790

1703, 1777 – 1784

Jakuben (Jakuby) ab 1805 vorher siehe Neschwitz

1805 – 1864

 

 

Kartitz (Choratice)

1703 – 1704,
1744 – 1880

1703, 1763 – 1912

1703, 1777 – 1784,
1939

Malschwitz (Malšovice)
inkl. Lase (Malschwitz Nr. 21 und 22)

1703 – 1704,
1744 – 1891

1703, 1763 – 1900

1703, 1777 – 1784

Mühlörzen (Milířsko)

1785 – 1862

1785 – 1864

 

Neschwitz (Nebočady)
inkl. Jakuben vor 1805

1703 – 1704,
1744 – 1813

1703, 1763 – 1784

1703, 1777 – 1792

Niederwellhotten (Přední Lhota)
inkl. Humpreska (Niederwellhotten Nr. 12)

1784 – 1836

1784 – 1807

 

Oberwellhotten (Zadní Lhota)

1785 – 1861

1785 – 1900

1785 – 1879

Ohren (Javory)

1785 – 1799

 

 

Politz (Boletice nad Labem)

1703 – 1704,
1744 – 1800

1703, 1763 – 1784

1703, 1777 – 1784

Prosseln (Prosetín)

1703 – 1704,
1744 – 1882

1703, 1763 – 1807

1703, 1777 – 1784

Pschüra (Přerov)

1785 – 1869

1785 – 1802

1785 – 1794

Rongstock (Roztoky)

1703 – 1704,
1744 – 1878

1703, 1763 – 1889

1703, 1772 – 1887,
1939 – 1940

Schöras (Všeraz)

1703 – 1704,
1744 – 1784

1703, 1763 – 1900

1703, 1777 – 1784

Schmorda (Smordov)

1703 – 1704,
1744 – 1784

1703, 1763 – 1784

1703, 1777 – 1784

Steinbach (ab 1805, vorher siehe Buschmühle) *1)

1805 – 1864

1805 - 1892

 

Tichlowitz (Těchlovice)

1785 – 1794

 

 

Topkowitz (Dobkovice)

1703 – 1704,
1744 – 1790

1703, 1763 – 1784

1703, 1777 – 1784

Vogelsang (Ptačí)

1744 – 1784

1703, 1763 – 1929

1703, 1777 – 1784

Wilsdorf (Vilsnice)

1788 – 1804

 

 

*1) Steinbach Nr. 1 = Buschmühle Nr. 4, Steinb. Nr. 2 = Buschm. Nr. 5, Steinb. Nr. 3 = Buschm. Nr. 6

Weitere Jahrgänge und Orte sollen in Zukunft folgen. Es ist zu beachten, dass alle Daten lediglich als Hilfsmittel für die eigene Suche zu betrachten sind. Fehler können nicht ausgeschlossen werden. Anmerkungen zu Fehler oder Ergänzungen nehme ich gerne entgegen.

Der Ort Rongstock bildet den Anfang der Auswertungen. Rongstock war einer der südlichsten Orte im ehemaligen Kreis Tetschen. Seit 1961 ist Roztoky ein Ortsteil der Gemeinde Povrly (Pömmerle) in der Region Ústecký kraj im Bezirk Ústí nad Labem (Kreis Aussig) in Tschechien. Typisch für die gesamte Region sind in den Kirchenbüchern neben den üblichen Familiendaten auch die Hausnummern ab 1785 enthalten. Das vereinfacht die Zuordnung und Herkunft der einzelnen Personen. Auch in Rongstock sind die in der Gegend sehr häufig vorkommenden Familiennamen wie unter anderem Richter, Laube, Peißig, Klepsch, John, Lösel usw. seit den Anfängen der Kirchenbücher vorhanden. Auffälliger ist, dass die Familiennamen Eichler und Leinweber fast ausschließlich in Rongstock vorkommen. Vielfach lässt sich gut nachverfolgen, wie Familien ihre Wohnstätten vererbten oder durch Heiraten weitergegeben haben. Ebenso auffällig für Rongstock ist, dass zum Bau der Eisenbahn in der Mitte des 19. Jahrhunderts viele Eisenbahnarbeiter aus entfernteren östlichen Gegenden Böhmen- und Mährens nach Rongstock und benachbarten Ortschaften an der Bahnlinie kamen. Sie waren Eisenbahnarbeiter, Weichensteller, Eisenbahnwächter und lebten in den Wächterhäuschen, wie Rongstock Nr. 422/71, Nr. 14/70 usw.

Blick auf Rongstock und Rongstocker Kirche (Kapelle). Die Kirche selbst sieht äußerlich gut aus, ist aber seit längeren geschlossen und völlig überwuchert. (Eigene Aufnahmen).

Links: Der Rongstocker Friedhof ist in einem katastrophalen Zustand. Viele Grabsteine sind umgekippt und zerfallen; die Schriftplatten mit eingravierten Namen sind vielfach zerbrochen. Rechts: Eines der wenigen besser erhaltenen Gräber. Franz Stolle, Volksschullehrer in Pömmerle, wohnhaft in Rongstock Nr. 28, später nach Rongstock Nr. 18 verzogen, gebürtig aus Böhmisch Kamnitz. Er hat am 03.10.1870 in Rongstock seine Frau Anna Franziska Werner geheiratet, welche ursprünglich aus Neschwitz kommt. Sie ist Tochter des Ignaz Werner, welcher ebenfalls Lehrer war und in Rongstock Nr. 28 gewohnt hat. (Eigene Aufnahmen).

Haben Sie alte Fotos oder Geschichten/Zeitzeugenberichte aus Rongstock? Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen.

Hamburg im April 2021.

Philipp Grimm,
Nachfahre der Familie Winkler/Windrich aus Rongstock.




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Philipp Grimm